s Vidocq (2001) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Vidocq

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Reviewer

Felix Schweiger * 9.0

Der Mann mit der spiegelnden Maske

Vidocq ist ist Tot! Dahingemetzgert von dem Alchemisten mit der spiegelnden Maske. Sein Biograph begibt sich auf die Suche nach dem Mörder, quer durch das Paris von 1830.

Opulent bebildert ist fast jeder Film ein Kustwerk für sich, visuell wird der Zuseher geradezu über den Haufen gefahren. Immer im Grenzbereich zu Mystery schlägt die Gessschichte haken und verwöhnt uns mit digitalen Augenschmankerln. Leider wirken manche Bilder etwas kriselig (Vidokamerea mit etwas zuweing Licht), doch das verzeiht man dem Film gerne. Bonus auch noch für die tollen Schauplätze.

Fazit: Flotte Optik, Interessante Story, Gute Schauspieler. Ein Highlight!

war im Cinema, München

Markus Alexander * 8.0

Inmitten der französischen Revultion passieren in
Paris seltsame Morde: vom Blitz getroffen gehen
Menschen in Flammen auf. Detektiv Vidocq ermittelt
und wird von einem misteriösen Maskenträger ermordert.
Daraufhin nimmt ein Redakteur die Recherchen auf...

Fantastische Bilder, jede Einstellung ein Gemälde:
ein visuelles Feuerwerk. Eines der Highlights im
Fantasy Filmfest.

Alan Smithee * 4.0

Jede Einstellung ist zwar perfekt komponiert, allerdings dauern die meisten Einstellungen höchstens 1 Sekunde und wenn sie länger dauern ist es eine rasende Kamerafahrt. Die Kampfszenen erinnern an Honkong-Fantasy-Filme.
Die Handlung kann dieser Geschwindigkeit nicht folgen und nach einer Weile hat mich diese Effekthascherei gelangweilt. (obwohl mir sonst Filme gefallen, die kurzatmig erzählt sind).

glotzte im Metropol, Stuttgart

Herr_Kees * 5.0

Video-Doc

Wer an den FANTOMAS-Filmen der 70er seine Freude hatte (und zwar an den etwas ernsteren Fernsehfilme, nicht der Louis de Funès-Reihe), wird auch hier gut unterhalten. NASE Depardieu jagt den mysteriösen Superverbrecher ALCHEMIST durch verschwenderische Ausstattungen und digitale Landschaften und Effekte. Wie bei den meisten französischen Filmen, in denen das Design die Hauptrolle spielt (DELICATESSEN und DIE STADT DER VERLORENEN KINDER eingeschlossen), lässt der Film allerdings etwas Emotion und Engagement des Zuschauers vermissen. Letztlich nur schön anzuschauen.

goutierte im Metropol, Stuttgart

D.S. * 8.0

Vive Vidocq!

war im Turm-Palast, Frankfurt

Alan Smithee * 2.5

Was soll das?

Warum in aller Welt müssen wir in letzter Zeit immer wieder mit solchem Müll zugeschüttet werden. Wie schon in "Pakt der Wölfe" wird nach fernöstlicher Art ewig lang gefightet, die Schnitte sind wieder einmal völlig deplaziert und viel zu schnell. Das Auge hat keine Chance mehr, irgend etwas genauer zu erkennen. Die Story ist lächerlich, unlogisch, dumm und einfallslos. Natürlich, die Bilder wirken recht gelungen, aber es ist nicht viel neues zu sehen, alles schon einmal dagewesen. Was ja kein Grund einer vernichtenden Kritik hergeben würde, doch stellt sich bei mir die Frage nach dem warum. Es muss doch Gründe haben, gehaltvolle Gründe, um einen Film in dieser Art zu gestalten. Hier scheint es dafür keinen weiteren Grund zu geben, als die banale Story durch eine künstliche (hin und wieder doch beeindruckende), berauschende Farbwelt aufzuwerten.
Der Masse hats wieder einmal gefallen, aber die Masse schwört ja auch auf Independence Day.

guckte im Cinemaxx, Berlin

Wolfman * 9.0

Ein Klassiker ...

ja das kann dieser Film werden. Im Paris passieren um 1830 mysteriöse Mordfälle, welche der stadtbekannte Detektiv Vidocq nachgeht. Leider verschwindet unser vermeintlicher Held gleich recht früh von der Bildfläche. Daher müssen wir uns mit Vidocqs Biograph zufriedengeben, welchen wir bei seiner Suche auf Vidoqs Spuren durch ganz Paris begleiten. Und genau diese optischen Eindrücke sind es die diesen Film auszeichnen. Eine solche Optik hat der Kinogänger bisher noch nicht gesehen. Alles wirk irgendwie überzeichnet, die Farben zu kräftig, die Gebäude fast surreal. Fast vergisst man, daß der Film auch eine diesen Bildern würdige Handlung bietet. Ist man sich am Anfang noch sicher über alle Seiten und Protagonisten im Film eine klare Vorstellung zu haben, so wird dieser Glaube bald unterminiert. Geschikt geschnittene Rückblenden und eine sich nur langsam entwickelnde Aufklärung des ganzen, fesselt den Zuschauer bis ans Ende in seinem Kinosessel.

Dieser Film wird ein Hit an den Kinokassen und auch bei den Leibhabern guter Fantasy-Filme, das ist sicher. Für mich ist er sogar der warscheinlich beste Film des Festivals 2002.

guckte im Cinemaxx, Berlin

Alan Smithee * 8.5

Eines der Highlights des diesjährigen Festivals!

Zwar gibt die Handlung nicht viel her, dafür wird man aber in jeder Szene mit einer optischen Raffinesse überwältigt, die ihresgleichen sucht.

Drollig: Dépardieu am Anfang in einer Martial-Arts-Szene!!!

staunte im Cinema, München

ZardoZ * 7.0

Frankreich kanns! Was? Einfach super Filme machen. Nach dem genialen Pakt der Wölfe nun der nächste Historien-Fantasy Film. Die Ausstattung und Köstüme sind formidable. Hier wird das alte Paris wirklich zum Leben erweckt - dagegen wirkt z.B. FROM HELL wie ein Faschingsabend.

Einziger Kritikpunkt ist die vielleicht zu offene Story, die zwar einen wirklich überraschenden Schluss hat, die insgesamt mehr Würze hätte haben können.
Aber sieht man mal davon ab, bekommt man hier ein weiteres Highlight des Festivals, das unverschämterweise viel zu unbeachtet bleibt ...

war im Metropol, Stuttgart

ichi * 5.0

Sagenhafte 3D-Hülle ohne Inhalt

Wenn ich zurück an den Film, an Vidocq denke, dann ist genau eines bei mir hängengeblieben, was diesen Film ausmacht: Die einzelnen Szenen und Einstellungen sind aneinander geschnitten, als hätten wir es hier mit einem überdimensionierten Musikvideo zu tun. Was Vidocq an visuellem Bombast auffährt überfordert den Zuschauer bereits immens und weil das dem Regisseur noch nicht reicht, ist der Film so schnell geschnitten, jede einzelne Szene so kurzlebig, daß man eigentlich gar nicht weiss wohin man zuerst schauen soll und man ständig in der Angst lebt, etwas interessantes zu verpassen.
Positiv ist lediglich, daß der visuelle Bombast, je länger der Film sich hinzieht, immer großartiger wird. Das Labor des Alchemisten ist wirklich eine Augenweide!!
Weniger und langsamer wäre hier aber definitiv mehr gewesen.
Allerdings kann man das noch nicht unbedingt als Kritikpunkt werten, wird diese kurzlebige Bilderpracht doch sicher auch seine Freunde unter den Kino-Fans finden.
Sehr tragisch ist es aber, wenn die Story nur als Mittel zum Zweck dient die Bilderpracht zu präsentieren.
Ebenso wirken die charakterlosen Schauspieler sehr inhaltslos, wie auch die Emotionen in diesem Film kaum mehr als 0815-Getratsche darstellen.
Am härtesten hat mich aber die Auflösung am Ende getroffen, unlogisch, trotzdem irgendwie vorhersehbar und letztlich in keinster Weise wirklich nachvollziehbar erklärt.
Vidocq ist wie ein überdimensioniertes 3D-Spiel, dem es an Tiefe und Handlung fehlt, lediglich die Grafik-Effekte werten diesen Film auf, lassen sich aufgrund der Schnitt-Geschwindigkeit aber kaum genießen und deplazieren den Film somit in die Liga: "Vernachlässigbar".

war im Turm-Palast, Frankfurt

Holger S * 9.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Brilliant

Was Regisseur Pitof hier ablieferte kann ich nur mit dem obigen Begriff versehen. Einer der besten und interessantesten Filme der letzten Zeit, der nicht nur zufällig an die Filme von Marc Caro und Jean Pierre Jeunet erinnert. Immerhin war Marc Caro am Film als Charakter Designer beteiligt, was man den teils skurilen, teils durchgeknallten, aber jederzeit sympathischen Figuren anmerkt. Herausragend bei diesem Film ist neben der Darstellung von Gerard Depardieu und aller weiteren "Hauptdarsteller" die Optik. Hier wird so ziemlich alles in den Schatten gestellt, was Hollywood Mainstream zu bieten hat. Landschaften werden üppig und in Opulenz verfälscht. Comicfarben, bunt und schrill ebenso eingesetzt wie Videokameraaufnahmen, die ein verrauschtes, grieseliges Bild haben, bei dem die Farben extrem herausgefiltert sind. Dazu eine passende Menge an Dunkelheit, die dem Film viel seiner Atmosphäre gibt, aber niemals dazu gedacht ist billige Effekte zu kaschieren.
Ebenso für offene Münder sorgen die toll choreographierten Kampfszenen, welche dem Eastern oder modernen Hongkong Film entliehen sind und die man sich so kaum in einem französischen Film vorgestellt hat.
Was einer Erwähnung bedarf ist die Musik von Bruno Coulais, welche die Bilder jederzeit hervorragend untermalt und Klangteppiche zaubert, die beinahe so oppulent sind, wie die Kameraführung und die Bilder, beeindruckend.
Die Geschichte selbst handelt von einem ehemaligen Gefangenen (Vidocq) der zum größten Detektiv Paris geworden ist, aber beim Kampf mit dem Alchemisten sein Leben verliert. Ein junger Journalist, der eine Biographie Vidocqs schreiben möchte, nimmt die Spur auf und versucht zu erkunden, was Vidocq herausgefunden hat.
So zeichnet der Film mit Flashbacks den Weg Vidocqs nach, der immer tiefer in eine bizarre Welt aus Unsterblichkeit und Gewalt und Drogenkonsum hineingeriet, ein Weg der auch seinem Biographen droht. Die Geschichte fasziniert durch eine subtile Annäherung an das Geschehen, in wunderschönen, teils aber auch drastischen Bildern, bei denen auch ein Horrorfilm gehärteter Rezipient das eine oder andere Mal schlucken muss. So pervertiert, so grausam ist der Grund für die Taten des Alchemisten.
Das Ende kommt bei diesem Film viel zu schnell, man mag es lieben oder hassen, aber es macht Sinn. Durch die Sprünge in der Erzählstruktur, auf Story und Zeitebene wird der Zuschauer gefordert, verliert möglicherweise den Faden, aber trotzdem ist das Ende nicht nur ein aufgesetzter, billiger Effekt, wie man ihn zum Beispiel bei einigen Frühwerken Argentos beobachten konnte, in denen die Demaskierung des Mörders willkürlich geschah und man nicht darauf hätte kommen können. Dies ist hier anders. Wie bei Memento gibt der Film dem Betrachter jede Unterstützung bei der Suche nach Motiv und Täter. Wie Alan Parker’s Angel Heart wird auch hier die Suche nach dem Alchemisten zu einer düsteren Reise ins eigene Ich. Man muss die Zeichen nur deuten können. Sicherlich stand auch Bryan Singers Erstlingswerk Pate, als es um die Konzeption dieses Films ging, aber mehr möchte ich hier nicht verraten.
Habe bewusst auch die Spoiler Funktion aktiviert, da ich nicht sicher bin, wie konzentriert jemand dieses Review verfolgt, der den Film noch nicht gesehen hat. Wärmstens empfohlen von mir, funktioniert der Film auch auf DVD hervorragend, die Bilder büssen nichts von ihrer Wucht ein.
Ein echtes Meisterwerk 10 Punkte gibt es nur nicht, da es sicherlich nicht der beste Film ist, der je produziert wurde ;) Da gibt es schon ein paar mehr, die auch noch eine Ecke besser sind (subjektiv!) als Vidocq. Aber er ist nah an allem dran :)

Frank * 8.0

34 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Vidocq
  • f3a.net: 6.9/10 34
© Fantasy FilmFest Archiv 2021-04-23 13:33

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