s Wolf Creek (2005) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Wolf Creek

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Reviewer

Felix Schweiger * 4.5

Down under nix neues.

Auf zum Road Trip denken sich 3 junge Menschen, kaufen sich ein günstiges Auto und beginnen Australiens Hinterland zu durchqueren. Doch nach einem Spaziergang am Wolf Creek Crater will der fahrbare Untersatz eben das nicht. Da ist guter Rat teuer. Was für ein Glück das der nette Einheimische helfen kann. Oder?
Und noch ein zäher Passionsfilm. Der Vergleich zu Hostel drängt sich geradezu auf und, um es kurz zu machen, Wolf Creek ist der knappe Sieger nach Punkten. Zwar verhalten sich hier die Figuren manchmal so dämlich, daß man nicht mehr um sie bangen mag und auch die Einleitung (die fast das ganze erste Drittel mit schönen Landschaftsbildern füllt) ist einen Tick zu lang, so war es mir hier doch eher möglich dem Film zu folgen ohne allzuoft auf die Uhr blicken zu müssen. Dennoch, auch hier gilt: irgendwann hat manns satt und sehnt sich nach neuen Ideen. Abzüge gibts für ein paar störende Plotlöcher.
Fazit: Leidensgeschichte ohne grosse Überraschungen.

FFFler * 8.0

Cool inszenierter, kurzweiliger Horrorstreifen

Sehr atmosphärischer und spannender Horrorfilm. Zwar bietet er in Sachen Story nur wenig Neues, kann dafür aber durch seinen guten Bösewicht und der schon erwähnten spannenden Atmosphäre punkten. Erinnert mich ein wenig an einen Mix aus High Tension und Wrong Turn und gehört definitiv zu den besseren Filmen seines Genres! Wer wie ich auf solche Filme steht, kann nur wenig falsch machen.

rezwiebel * 7.0

Sehr bedrückend...

Aus dem Film herausgehen und lachen, wie nach Final Destination 3, wird wohl vermutlich niemand. Zu bedrückend ist er.

Diejenigen, die sowieso schon immer einer Rucksacktour skeptisch gegenüber waren, werden es nach diesem Film sicherlich noch mehr sein.

Leider hat der Film ein sehr enttäuschend und zu schnell herbeigeführtes Ende, liegt wohl auch daran, dass er auf einer wahren Begebenheit beruht.

Das größte Manko für mich war allerdings der australische Dialekt des Killers. Ich versteh ja gut Englisch, aber das war mir eine Nummer zu heftig!

Ansonsten nicht schlecht, aber wie gesagt nichts für lustige Abende!

war im Cinecitta', Nürnberg

Alexander * 7.5

Urlauber in Not, Folge 768

Diesem Film steht das Wort "erbarmungslos" so fett auf der Fahne, wie es sich die Gucker von "Hostel" wohl mal erhofft hatten. Man ist irgendwie viel näher dran, alles wirkt echter und weniger glattpoliert, als es z.B. auch im Remake von "Hills Have Eyes" der Fall ist. Der Outback Australiens wirkt für sich alleine schon bedrohlich und stellenweise kommt fast eine Art "Blar Witch" - Feeling auf und die Bilder einer bis zum Horizont menschenleeren Wildnis bedrücken wie die Vorboten eines unheilvollen Schicksals. Der Regisseur bricht glücklicherweise mit zahlreichen Klischees, so daß "Wolf Creek" einen auf besondere Art und Weise zu fesseln vermag, auch wenn die Handlung zum Ende des Films seltsam zerstückelt (fehlte da doch die ein oder andere Szene??) und unbefriedigend anmutete. Im Gegensatz zu sehr vielen anderen Filmen des Genres sind die Hauptdarsteller allesamt sympathische Figuren, die ausnahmsweise mal nicht vollkommen neurotisch und überzeichnet agieren und das volle Mitleid des Betrachters haben. Ein harter guter Film mit doofem Ende.

saß im Metropolis, Frankfurt

wallyhalla

Die erste Stunde dachte ich, ich sehe einen Dokumentarfilm über die Natur Australiens: Schöne Bilder, angenehme Atmosphäre... Was danach folgte, waren nur noch abstoßende und lieblos aneinander gereihte Szenen!
Der Film guckt sich viel bei "Wrong Turn" und "High Tension" ab, ohne jedoch deren Unterhaltungswert nur annähernd zu erreichen...
Aber über Geschmäcker lässt sich ja Gott sei Dank streiten...

staunte im Cinema, München

BARROCK * 8.0

Neeeiin, kein Werwolf ; )

Dachte ich zuerst. Aber ein par Tage vor dem Film las ich ja schon, dass es sich um einen Killer handelt. Und der ist mal wirklich kalt und gnadenlos gespielt worden!! Kein Wunder, dass Tarantino ihn direkt für sein neues Projekt verpflichtet hat. : )

Nachdem der Film mit nervenden Kamerafahrten und einer kurzen Länge (krass, ein Widerspruch) anfing, wurden wir noch alle belohnt und der Film bekam auch gerechtfertigt Applaus. Da er bei uns spät lief und ich am gleichen Tag -Hostel- gesehen habe, muss ich -Hostel- diesem Film vorziehen, aaaaaber richtig gut war auch der! Auf jeden Fall!! Im Gegensatz zum 2. Film -Stay Alive- wieder richtig gute und ungezwungene Schauspieler, gute Ideen und ein fieser Killer, der schon manchmal was Freddy-mäßiges an sich hatte. : ) Mehr soll auch nicht gesagt sein!

Ich will und kann nicht so viel fachsimpeln, wie das so manch einer macht! Ich will nur sagen: Schön schön schön!! Ein schöner Film. ; )

glotzte im Cinedom, Köln

QuintenQuist * 7.5

Im Hinterland

Normalerweise sind die Weiten eines riesigen Kontinents wie Australien ja Synonym für die rohe Schönheit der Natur und Freiheit und dergleichen, so dass es nur konsequent ist, dass solch ein Bild gerne wieder und wieder demontiert wird, die unendlichen Weiten zu Todesfallen mutieren und der skurrile Einsiedler, der einem hilfreich zur Seite steht bei der Autopanne, sich als perverser Schlächter entpuppt.
Wolf Creek hat sicher einen höheren Anspruch als ein Eli Roth bei "Hostel", so dass sich der Film viel Zeit lässt und seine Hauptdarsteller tatsächlich als sympathische Menschen charakterisiert.
Wie immer das beste Mittel, die Sache schwer verdaulich zuzubereiten.
Ich bin kein Fan von Torture-Movies, die Leidabfilmung geht mir zu nahe, so dass Wolf Creek schon grenzwertig ist, für mich, nicht für die harten Horrorfans, für die das dann sicher auch ein wenig langweilig ist.
Aber der Film ist klug, inszeniert wie weiland Craven mit "Last House on the left" eine Kehrseite, bei der man dann durchaus auch mal mitfiebert, dass der Killer sein Opfer einfach erschießt.
Ich habe mitgelitten.
Fraglich, wieso man sich sowas antut, aber das ist durchaus ein Kompliment an einen intensiven kleinen Film, der sich nicht in Hochglanzbildern sonnt.
Der Tod ist hier kein Mutant und kommt in grobkörnig daher.

staunte im Cinemaxx 1, Hamburg

misspider * 7.0

Auf zum Wolf Creek!

Wie schon jemand erwähnte, bietet der Film wunderschöne Landschaftsaufnahmen von Down Under. Da sucht man im Abspann glatt nach einem Sponsorenhinweis des Touristikvereins für Australien.

Die Story verläuft wie ein Stephen King-Buch: zwei Drittel zum Kennenlernen der Personen und ihrer Umgebung, und erst im letzten Drittel geht es zur Sache. Leider hat der Film ein paar kleinere Längen, denen dann aber ein sehr zügiges und im Vergleich schon zu kurz geratenes Ende folgt.

Der Film hat mich durchaus fasziniert, aber auf recht unerwartete Weise: ich will jetzt nämlich unbedingt mal nach Australien und mir diesen imposanten Krater selbst ansehen!

guckte im Metropol, Stuttgart

diceman * 5.0

Geheimtip!

Obwohl bei "Wolf Creek" letztendlich ein etwas schales Gefühl im Rachen bleibt, ist der australische Slasher-Film nach wahren Begebenheiten einen Blick wert. Sehr geradlinig und mit einer geradezu unerträglichen (im positiven Sinne) Kameraführung wird der Leidensweg dreier Teenager beschrieben, die im Outback einem sadistischen Killer in die Hände fallen, der keiner menschlichen Regung fähig zu sein scheint. Realistisches Verhalten wird groß geschrieben, wenn Panik geschauspielert wird, steckt diese auch an, die Entscheidungen der Protagonisten sind niemals dämlich, die Gewaltdarstellung kalt und brutal (jedoch nicht auf übertriebenem Splatter-Niveau). Das Finale kommt etwas zu plötzlich und die Auflösung ist mitnichten befriedigend, da es zu keinem wirklichen Showdown kommt. Optisch sieht "Wolf Creek" dagegen, trotz des schmalen Budgets, einfach nur super aus. Gewählte Bilder mit prachtvollen Naturaufnahmen und schönen Sonnenuntergängen lassen einen fast vergessen, daß man eigentlich in einem Horrorfilm sitzt.

kinokoller * 7.0

"That’s not a knoif. THIS is a knoif!"

Die erste Hälfte von "Wolf Creek" kommt als Teenie-Roadmovie daher. Regisseur McLean lässt dem Zuschauer Zeit, Sympathien für die Charaktere zu entwickeln. Die überwiegend unbedeutenden Gespräche zwischen den drei Jugendlichen untermauern dabei die realistische Darstellung des Geschehens. Spannung ist eher unterschwellig zu spüren. An Stilleben erinnernde Landschaftsaufnahmen des australischen Outbacks beeindrucken zuerst mit atemberaubender Schönheit..

..und steigern sich letztendlich in klaustrophobische Weite und Verlorenheit. Die zweite Hälfte ist dominiert vom Horror. Kautzig schräg und herrlich unheimlich kommt dabei der Bösewicht daher - unbedingt in Englisch gucken, der australische Dialekt kommt doch um einiges authentischer rüber als die doitsche Synchro. Hammergeil auch die Anspielung auf "Crocodile Dundee". Alles in allem spannender Horror, gut gefilmt und ohne ein Zuviel des in letzter Zeit gängigen 'Splat-Effekts'.

Leider entfaltet sich auf DVD nicht unbedingt die grausige Stimmung von Psychoterror und Brutalität, auf der grossen Leinwand war der Film sicherlich ’ne Nummer besser anzuschauen, was Schockmomente und Intensität angeht.

Leimbacher-Mario * 8.5

Australiens größter Alptraum

3 Backpacker (2 Mädels & ein Herr), das wunderschöne australische Outback, ein liegen gebliebenes Auto... & ein hilfsbereiter Hillbilly, der sich als psychotischer Serienkiller entpuppt... Soll zwar auf einer wahren Geschichte beruhen, klingt aber eher wie der 543. Texas-Chainsaw-Klon. Wie kann man sich doch täuschen...

Und hier ohne Umschweife die Gründe, warum diese australische Horror-Perle weit über dem Genreschnitt metzelt & warum man eine Fortsetzung mit Bedacht, Qualität & erst nach längerer Wartezeit produziert hat: 1) tolle Aufnahme des australischen Hinterlandes - viel Atmosphäre & ungewöhnliche Schönheit. 2) direktes, ungekünsteltes Spiel der Hauptdarsteller - noch mehr Atmosphäre (& große Mühe beim Verstehen des Originaltons ^^). 3) wenige Kills, dafür aber erbarmungslos, realistisch, hart. 4) einer der besten Killer der letzten 20 Jahre. Durchgeknallt, angsteinflößend, lustig, voll schwarzen Humors, verpeilt, ultrabrutal - Glanzleistung des Schauspielers. Wenn er auf dem Rücksitz auftaucht & verdreht lacht, bekommt man zehnmal mehr Angst als wenn dies der dutzendste Maskenkiller von der Stange wäre.

Und hier meine Gründe, warum Wolf Creek es dann doch nicht ganz in die Elite des blutigen Genres schafft: 1) (zu) wenig Kills. 2) unglaubwürdiger "True Story"-Ansatz. 3) unerklärte Phänomene (stehenbleibende Technik/Uhren). 4) viel zu langes Intro/Einführung in die drei Backpacker & deren Beziehung untereinander. Erst nach fast einer Stunde kommen wir zum Kern der Sache. Das schafft zwar Sympathie & die nötige Connection zu den Charakteren, ist aber bei nur drei Personen nicht so lang nötig.

Fazit: Anti-Werbung für ein tolles Land. Aber Werbung für das Horror-Genre & einer der besseren Slasher seit der Jahrtausendwende!

49 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Wolf Creek
  • f3a.net: 6.6/10 49
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-19 08:29

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