s XII (2008) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews XII

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Reviewer

Christian * 1.0

80 Minuten Wüsten-Trash

Zwei junge Frauen joggen in der Wüste Nevadas. Optisch erinnern sie sofort an arbeitslose Schauspielkandidatinnen, die ihren Lebensunterhalt eher mit anderen Jobs verdienen müssen. Der Betrachter merkt sofort, dass sie nicht in diesen Film passen. Aber so manches passt in diesem Film nicht, oder vielleicht sogar alles?

Die gute Nachricht vorweg: Der Film ist zwar gefühlte 110min lang (laut Programmheft), die Erlösung kommt aber dann doch schon nach 80min. Puh!!!!

Ansonsten schon richtig, was im Programmheft steht. Der Schänder, über den wir eigentlich nichts erfahren, verübt Rache an den 12 Geschworenen. Wie es ausgeht? Na wie wohl.

Die Story ist dünn, die Schauspieler schaffen es, ab und zu in der Betonung danebenzuliegen. Lustig? Nein. Und die Effekte? Wollten Sie uns da Lachs-Sashimi als Zunge verkaufen?

War der Trash Absicht? Eher nicht, oder?

Das Programmheft hats gut gemeint, aber falsche Erwartungen sind schnell geweckt.

saß im Cinemaxx 2, Hamburg

QuintenQuist S * 5.0

Dieser Review enthält SPOILER!

she:What is he doing ? she 2: Waiting !

Durchgeknallter Killer will sich an den zwölf Geschworenen rächen, die ihn vor ein paar Jahren in den Knast geschickt haben und, wen wunderts, Opfer Nr. 12 ist ein echtes Problem.
Schon gute Regisseure mit guten Schauspielern und einem guten Skript hätten bei einer solchen Vorlage inzwischen leichte Schwierigkeiten, etwas halbwegs Überraschendes auf die Beine zu stellen, aber diesen Luxus gabs hier nich, was zur Folge hat, das man sich zu Tode langweilt, über das ausgegebene Eintrittsgeld ärgert oder prächtig amüsiert.
Ich habe letztere Option gezogen.
Eigentlich ist der Film als Film kaum der Rede wert, digitale Projektion ist aber inzwischen durchaus auch auf Leinwand ansehbar, letztlich aber natürlich nicht von derselben Qualität.
Von daher kann man gerne die Mimikattrappe hervorheben, welche Opfer Nr. 12 gibt und damit dem Killer natürlich zum Verhängnis wird.
Wie sie das schafft bleibt ein Rätsel, dank grosser Schauspielkunst sicher nicht.
Das ganze Machwerk ist am Ende zwar mal kurz etwas unangenehm brutal, hat aber ansonsten grösstenteils sympathische Spannungslosigkeit zu bieten, wenn auch das plötzliche Ableben eines FBI Mannes positiv hervorsticht.
Ansonsten verhalten sich die Figuren wie in Fernsehserien und ähnlich eindrucksvoll skizziert sind sie auch.
Da hätte man auch die Waltons abschlachten können.

Nun denn alles in allem ein unterhaltsamer Trashfilm, bei dem man ganz wirklich richtig Spass haben kann.

Ich hatte denselben wenigstens.

verweste im Cinemaxx 2, Hamburg

Rotstiftstratege S * 1.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Rausgeschmissene Zeit

Also, dieser Film ist so richtig schlecht-schlecht. Nicht einmal so schlecht, dass er schon wieder als "Gut" durchgehen könnte, sondern einfach nur ärgerlich, ’rausgeschmissene Zeit. Hier paßt einfach nichts zueinander.
Zuerst einmal mit einer miserablen Digicam aufgenommen, mangelhafter Kontrast, entweder die hellen Partien restlos überstrahlt (aber nicht so, dass man den Eindruck haben könnte, dass es "künstlerische" Intention gewesen wäre); in den dunklen Partien keinerlei Zeichnung mehr. Da hätte sogar Super-8 sicherlich bessere Ergebnisse gebracht. Dann das Ganze mit einem penetranten Gelbstich versehen, aber auch der ergibt in seiner Art und Weise keinerlei Sinn.

Die beiden Hauptdarstellerinnen: 2 völlig unerotische, overdresste Möchtegern- Barbies. Die Gesichter bis zur Unkenntlichkeit mit Schminke zugekleistert, so dass ein maskenhaftes, puppenartiges Gesicht das Ergebnis ist. Die Nasen erkennbar zurechtgeschnippelt vom Hinterhof-Metzger, sehr schön in den Profil-Aufnahmen zu erkennen, beim Schnitt-/Gegenschnitt-Wechsel auf die Gesichter während des Kreischens im Auto, nachdem der Deputy erschossen wurde.

Schließlich auch noch mangelhafte Geräusch-Synchronisation, so z. B. wenn der "Skinner" sich den Glassplitter aus dem Oberschenkel zieht und diesen auf einen Tisch schmeißt: Geräusch dabei: keins. Dafür dann an anderen Stellen reichlich übertriebenes Tosen und Krachen.

Zugegeben, die F/X sind recht ordentlich, aber das alleine reicht wohl kaum als Pro-Argument.

Insgesamt selbst als Abschlußarbeit einer Filmhochschule kaum genügend. Vom Inhalt etc. ganz zu schweigen, aber da hätte man mit etwas Phantasie trotzdem sehr viel mehr draus machen können.

verweste im Cinemaxx 6, Berlin

Roughale * 1.0

Meine Gurke

Da es sich bei XII für mich aufgrund von terminlicher Unmöglichkeit am Mittwoch um meinen Eröffnungsfilm handelte, fiel mein Urteil zuerst extrem wütend aus, das Preis-Leistungsverhältnis war einfach nicht gegeben. Nach weiteren Filmen ist der Groll stark gemindert und die darauffolgende konstante Steigerung hatte auch was!

Bild war auch für Projektionen recht schlecht, das mag am Material gelegen haben, für das kleine Bild bekamen wir vorab eine entschuldigende Erklärung (falsche Linse, wurde am nächsten Tag gefixt!), auch der Ton war unterirdisches Mono und teilweise unverständlich - zum Glück verpasste man nichts Wichtiges...

Der Film selbst begann mit dem ersten Kill ja noch vielversprechend und sackte dann konstant ab - eine Gurke braucht das Festival, dieser war es für mich - verziehen und Projektionen übergehe ich demnächst lieber...

war im Cinemaxx 2, Hamburg

D.S. * 3.0

Sand, Spritzer, so lala

Über die depperten Dialoge des Films wurde ja bereits geschrieben, über den billigen DV-Look auch, über die generelle Belanglosigkeit des Gezeigten ebenfalls...

Deshalb habe ich eigentlich keinen wirklich Grund, mich über "XII" zu beschweren. Man bekommt Slasher-Ware von der Stange, ein paar nette kleine Witzchen, zwei hübsche Mädels und sehr viel Sand geboten... Aber leider nur extrem wenig Blut und Gore. Was bei einem solchen Film, unter solchen Voraussetzungen, ein durchaus bedeutsames Manko ist. Denn die Story hat ja sonst nichts, womit sie punkten könnte. Und wenn die Ausgangslage schon lautet: irrer Kinderschänder will alle 12 Jurymitglieder umbringen, die ihn in den Knast gebracht haben - dann will ich das doch wenigstens auch in der gebotenen Ausführlichkeit genießen können?

Denkste. Ein Teil der Morde geschieht schon, bevor die Storyline einsetzt, drei Viertel der übrigen werden off Screen vollzogen - kein Witz: nach der Eröffnungssequenz dauert es bis ganz zum Schluss, bis wir Zeugen des hier einzig sinnstiftenden Blutvergießens werden können. In der Zwischenzeit schwenkt die Kamera immer in letzter Sekunde weg.

Aber das ist auch kein Wunder, für teure sichtbare Effekte war wohl einfach kein Geld mehr übrig - nachdem man vermutlich Unsummen in die hier restlos verschwendeten Nutzungsrechte von "Falling" aus dem "Twin Peaks"-Soundtrack investiert hat...

Daneben hätten mich ja auch ein paar mehr Hintergründe des Geschehens wirklich interessiert. Nein, in einem Slasher muss ich nicht wissen, warum der Killer zum Killer geworden ist. Aber wenn wir schon ein so begrenztes Arsenal an Locations und Figuren haben wie im hier genutzten Wüstenkaff; und wenn in der Titelsequenz schon mit Bildern der Inhaftierung des Kinderschänders und eines seiner Opfer gespielt wird - hätte man hierauf nicht wenigstens ein klitzekleines bisschen mehr eingehen können? Einfach nur, um der Non-Handlung etwas mehr Tiefe zu geben bzw. wenigstens ein Mindestmaß an Interesse beim Zuschauer hervorzurufen? Ich hätte da so was wie beim ersten "Nightmare on Elm Street" erwartet... ein paar wenige Angaben, um die Geschichte anfassbarer zu machen.

So aber kam ich mir vor wie in der Lernbehinderten-Version von "Jeepers Creepers"... gesichtsloser Killer ohne echte Vergangenheit, er ist halt einfach da und killt alle. Und zwar auch noch so, dass wir das nicht mal wirklich sehen. Hmm. Wie soll ich sagen. Leider recht blutleer, in jedem Sinne. Und darum nicht mehr als 3 Punkte wert.

staunte im Metropolis 3, Frankfurt

35 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

XII
  • Score [BETA]: 31
  • f3a.net: 3.1/10 35
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-08-15 09:52

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