s 2009 Lost Memories (2001) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews 2009 Lost Memories

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Reviewer

Alan Smithee * 9.0

Suuuper!!

Korea, Korea! Was für ein Film. Eine sehr gute Story verbindet sich mit charismatischen Darstellern und präziser wuchtiger Action zum Hit des Festivals. Selten schafft es ein Film mit cooler Action vollgestopft zu sein (Swat-Teams!!!)und trotzdem Figuren und Geschichte nicht zu vergessen. Der Film schafft den Sprung zum Fantasy so lässig und glaubwürdig das es eine Freude ist. Super Kamera, super Drehbuch, super Schnitt und Bloodshed kommt auch nicht zu kurz. An alle, die ihn verpasst haben: irgendwie versuchen ihn noch im Kino zu geniessen!!!

war im Cinema, München

Markus Alexander * 7.0

Die Weltgeschichte ist verdreht. Japaner haben
den Zweiten Weltkrieg gewonnen, Korea hat nicht
die Unabhängigkeit erreicht und ist Protektorat
Japans.
Das JBI (Japan Bureau of Investigation, herrliche
Zitate auf die US FBI-Filme) jagd in Korea die
Unabhängigkeitsbewegung, die mit selbsmörderischen
Einsatz gegen die Regierung kämpft.
Ein koreanischer und japanischer Agent wird auf
die Gruppe angesetzt. Am Anfang felsenfest von
seiner polizeilichen Arbeit überzeugt, bekommt
der koreanische Agent langsam Zeifel.

Ein typische Genremix aus Asien. Bleihaltige Action,
Drama und Lovestory, das ganze in dieser Reihenfolge
dreimal hintereinander. Extrem aufwendig gedreht,
hat der Film doch einige Längen, besonders in den
patriotischen Szenen, in dem die Helden in Zeitlupe
und nervigen Streichorchestergefidel das Zeitliche
segnen.

Schade, denn wenn der Film das Tempo wieder anzieht,
bekommt man klasse Szenen zu sehen, mit Epic-Charakter
wie in Bullet in the Head und A better tomorrow.

Insgesamt einer der besseren Filme

Sethos * 9.0

Was wäre wenn....die Japaner den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten, die Atombomben Berlin und nicht Hiroshima getroffen hätten und Korea immer noch in den Händen der Japaner wäre.....
Eine koreanische Untergrundorganisation, die für die Unabhängigkeit Koreas kämpft ist der Dorn im Auge der Japanischen regiereung. Ein koreanischer und ein japanischer Agent versuchen dieser Organisation das Handwerk zu legen. Dabei kommt der Koreaner imer mehr in Konflikt mit seiner eigenen Vergangenheit und seiner Herkunft (als Koreaner).
Und was wäre wenn....Japan den zweiten Weltkrieg verloren hätte und Korea unabhängig wäre?

Meiner Meinung nach ist 2009 ein sehr genialer Film, der leider am Anfang einige Längen hat, sich aber je weiter die Handlung voranschreitet, zu einer spannenden Zeitreise-geschichte entwickelt.
Hier und da gewürzt mit sehr viel Patriotismus, aber das sei verziehen, fand ich das nicht so schmerzend wie es die Amerikaner in vielen ihrer Filme praktizieren.

verweste im Cinema, München

Alan Smithee * 2.0

Im Pathos erstickter Film

Nach den Actionszenen am Anfang tritt die Handlung eine Weile auf der Stelle um sich dann in einem Pathos zu suhlen, der Sergej Eisenstein vor Neid erblassen ließe. Noch ein rettender Sprung in Zeitlupe nachdem der Schuß schon abgefeuert wurde, noch eine sekundenlang zur Rettung gereichte Hand, noch ein bedeutungsvoller Blick, noch ein Heldentod in Zeitlupe - wer gerne im Kinosessel schmachtet soll sich das angucken - für mich ist das nichts. Unvorhergesehene Wendungen oder gar Spannung gibt’s hier nicht - die Handlung hätte man auch in der halben Zeit erzählen können.

war im Metropol, Stuttgart

Herr_Kees * 3.5

Korea:Japan

Kann man sich angucken, muss man aber nicht. Je nachdem, ob man auf asiatische Actionware steht und welchen Anpruch man an so etwas wie Handlung hat. Der Film gibt sich als politischer Actionthriller, bietet aber nur patriotisches Gemetzel mit diversen Längen und Fantasyeinsprengseln am Schluss. Die Japaner kommen nicht ganz so gut weg dabei, was bestimmt auch den Erfolg des Films in Korea erklärt. Ansonsten teuer produzierte Dutzendware mit viel Flaggengeschwinge, Herumgeballere und monochromem Zeitlupengeflashbacke.

staunte im Metropol, Stuttgart

D.S. * 8.0

Shiri bei halbem Tempo.

Ich hatte einen hochglanzpolierten, sehr aufwendigen, arg pathetischen Actionreißer erwartet, und ich habe genau das bekommen - und noch etwas mehr. Was diesen Film nämlich von anderen Asia-Blockbustern unterscheidet, ist seine Storyidee. Die hier mittlerweile ausreichend oft ausgebreitet wurde, weshalb ich darauf verzichte. Aber festzuhalten ist: eine so ungezwungene, fast selbstverständliche Mischung von Polit-Actionspektakel, Science Fiction-Thriller und großem menschlichen Drama, das sogar philosophische Fragen anreißt, ist nicht gerade Deine Standard-Fernost-Ware.

Natürlich muß man sich auf einen solchen Film einlassen können; muß mit dem hier nun mal zelebrierten Kult um Stolz, Ehre, Freundschaft, Selbstaufopferung etwas anfangen können. Trotz stellenweise extremem Pathos schafft es aber kaum ein anderer Film ähnlich gut, solche Themen in einem modernen Gewand weitgehend unpeinlich abzuhandeln, und eben nebenbei auch noch eine Story zu erzählen. Die zwar nicht gerade voller überraschender Wendungen steckt, aber definitiv mehr als nur einen Hintergrund für Baller-Orgien darstellt. Geballert wird hier überhaupt nicht so viel - mal von Anfang und Ende abgesehen. Dazwischen wird viel geredet und philosophiert. Manchmal etwas ZU viel, was auch meinen einzigen Kritikpunkt darstellt. Ein BISSCHEN straffen hätte man das schon alles können, ohne dabei Verluste beklagen zu müssen.

Abgesehen davon aber superbe Unterhaltung; hervorragendes Set-Design; herausragend produziert, tolle Bilder und Darsteller. Gefühl in epischen Ausmaßen. Große Klasse. Unbedingter Tip; für mich ein absolutes Highlight. Wenn man Heldenepen aus Asien mag. Fehlt einem der Draht für sowas, wird man sich vielleicht ganz furchtbar langweilen.

Aber um 0.45 Uhr nicht optimal plaziert. Trotzdem war das Kino fast ausverkauft...??!!

war im Turm-Palast, Frankfurt

Torsten Edelmann S * 7.0

Dieser Review enthält SPOILER!

The movie that wouldn’t die...

Es wurde ja schon einiges gesagt zu dem Film, und ja - der koreanische Patriotismus trieft förmlich von der Leinwand und ja - die Feuergefechte sind gut inszeniert und ja - generell gefällt mir der Film an und für sich gut, wenn da nicht zwei schwerwiegende Kritikpunkte wären:

1. Neben dem unsäglichen Patriotismus wird jedes, aber auch wirklich JEDES Quentchen Pathos rausgequetscht, das man erzeugen konnte. Szenen wie "Er - Nahaufname, stoisches Samuraigesicht, Schnitt auf Sie - verstörte aber treusorgend Geisha - Schnitt auf ihn, Samurai - Schnitt auf Sie - Geisha, Schnitt auf ihn, stoisch - Schnitt auf Sie, Verzweifelt aber Gefasst, Schnitt auf ihn..." (nagut, ich übertreibe ... aber nicht viel) werden ins unendliche gestreckt.

2. Die tausend Enden (woher auch mein Titel rührt). Der gute zieht sein Ding durch, okay, gegessen, den Rest können wir uns denken, lass uns nach hause gehen. Aber nein. Wir müssen sehen, daß der gute tatsächlich sein Ding durchzieht. Okay, gegessen, lass uns nach Hause gehen. Aber NEIN, wir müssen noch sehen was für einen Effekt das auf alles hat. Okay, geschehen, lass uns ENDLICH NACH HAUSE GEHEN ES IST DREI UHR MORGENDS, VERFLUCHT! Aber nein ... nicht, bevor wir nicht ein kleines glückliches asiatisches Mädchen gesehen haben, die uns nochmal in aller Deutlichkeit zeigt, daß auch wirklich alles alles gut ist...

Fazit: streicht 40 bis 50 Minuten raus und wir haben ein wirkliches gutes Fantasy/Aktion-Filmchen.

glotzte im Turm-Palast, Frankfurt

Alan Smithee * 7.0

Sehenswert!!

Schön erzählte Geschichte, geballte Action, gute Schauspieler. Die teilweise kritisierten Längen habe ich nicht als solche empfunden, und der Pathos war noch im akzeptablen Rahmen. Schade nur, dass am Ende die Schwarz-Weiss-Malerei etwas überhand nahm. Die Geschichte hat es nicht nötig, dass es die "guten" Koreaner und die "bösen" Japaner gibt. Aber ein durchaus sehenswerter, "typisch asiatischer" Action-Film mit Fantasy-Elementen.
ANGUCKEN!!!!!

glotzte im Residenz, Köln

Alan Smithee * 1.5

immer das alte lied

Tja das wars also mal wieder. ich wundere mich eigentlich immer wieder über mich selbst, trotz allem falle ich jedes jahr wieder auf das programmheft des fff herein, in dem jeder mist noch als meisterwerk bezeichnet wird, ebenso vergesse ich jedes jahr wieder wie mäßig eigentlich das anwesende publikum ist, da wird gejohlt was das zeug hält wenn einer mit 100 schuss umgelegt wird, aber kaum wird es etwas ruhiger um den film handlungstechnisch voranzubringen wird gegähnt und lautstark genörgelt. sehr unangenehm sowas.! aber zum film: auch hier das alte lied. japaner und koreaner kriegen immer wieder wieder schöne bilder und bildkompositionen hin aber für einen film, also sich bewegende bilder, da wird es dann schon eher unausgegoren, liegt vielleicht auch an der tendenz besonders in korea nur noch sog. idols, also schöne aber untalentierte gesichter / menschen zu casten, dieses ist hier mehr als auffällig bei den beiden weiblichen hauptdarstellern, die schauspielerisch nichts drauf haben. nach einer straffen einleitung verfällt der film zunehmends ins pathetische und alte muster des edlen widerständlers und des oppressiven staatsapparates. die gute alte 100 schuss pistole wird bemüht, die special forces, deren einzoger job es ist schnell zu sterben, sowie patriotische helden und das unvermeidbare kind. alles sehr ermüdend, ich hätte mir sehr gewünscht das der film die revolutionäre ausgangssituation konsequent bis ans ende durchgehalten hätte, aber dann hätte es wohl keinen investor aus dem "land of the morning calm" gegeben. so muss manden film in letzter konsequenz als sehr ärgerlich bezeichnen. ich hätte am liebsten mein geld zurückverlangt, auch wegen der belästigung durch das inakzeptable publikum.
oliver bock

goutierte im Grindel, Hamburg

keoma * 5.0

Was wäre wenn...

Aaaaalter Schwede. Würde dieser Film von Bruckheimer produziert und von Bay inszeniert (natürlich in der Handlung und den Darstellern amerikanisiert) könnte man die Handlung 1:1 übernehmen. Ehrlich. Über diesen blanken Patriotismus und diesen ganzen Pathos war ich nach einer Weile fast versucht das Kino doch einfach zu verlassen. Allerdings kam dann schon wieder eine Actionsequenz die dann ganz gut rummst und einen irgendwie versöhnt. Ansonsten hat man eigentlich alles schon einmal gesehen, nur irgendwie besser.

FAZIT: Actionfans werden nach den ganzen Schießereien und Explosionen vermutlich pappsatt sein und das ganze Pathosgeseiere wohlwollend übersehen. Mir ist das leider nicht so ganz gelungen.

war im Cinemaxx, Berlin

Corcelius-the-Crusader * 8.5

Wieder Großes aus Korea!

Wow! Was für ein Twist! Der Film bietet wohl das heftigste Storyboard seit langem. Total genial!
Gleich am Anfang kommt ein definitiv fetziger Shoot-Down! Was bei "Shiri" schon gut rüber kam, wurde bei Lost Memories perfektioniert. Absolut styliges aber auch realistisches
"Geballer"! Außer Einschußorgien!!( blutig wie Sau ;) ) bietet der Film aber noch mehr! Komplexe Charaktere, schöne > manchmal auch poetische Bilder... Emotionen in Slow Motion, ein grandioser Soundtrack und wie schon gesagt episch-opulente Action!

Der Film stimmt auch nachdenklich! Man kann den Film aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachten!
}Denn jeder Mensch will leben... und kämpft mit allen Mitteln für seine Familie.

Fazit: Eine Action-Granate voller Gefühl, mit einem Appell an die Menschlichkeit!


Respekt an Korea!! Was da in letzter Zeit an filmischen Meisterwerken rausgekommen ist...unfaßbar!
"Public Enemy", "Friend", der neue! düstere "Sympathy for Mr. Vengeance", "JSA", "Nowhere to Hide", "Bichunmoo", "Musa the Warrior" u.s.w.

Ich kann euch das kor. Kino wirklich nur ans Herz legen. Denn HK ist momentan tot! Und Korea bekommt definitiv die Pole Position!

In diesem Sinne viel Spaß beim Movies schauen!

Mit freundlichen Grüßen,

CtC

war im Cinemaxx, Berlin

Mathias Martin * 4.0

ÜBERBEWERTET

Entweder lag es an der Uhrzeit (0:45) oder es lag an den
Vorschusslorbeeren.

Denn die waren ziemlich hoch. Eine koreanische Freundin von mir meinte: x-mal besser als SHIRI da musst Du rein - und zum HOCHGEJUBEL im Programmheft brauch ich an dieser Stelle wohl nix mehr zu schreiben.

Zwar ist die Story des Films ziemlich gut, der unverkrampfte Umgang mit Ihrer Geschichte Nordkoera/Südkorea in SHIRI und hier das problematische Thema Japan/Korea macht der koreanischen Filmindustrie keiner so schnell nach.

Da die Handlung hier auch schon ausgiebig erläutert wurde verzichte ich gerne darauf.

Ich fand aber 2009 Lost Memories einfach viel zu LANG (den Einwand ASIATEN sind immer, lang lasse ich hier aber nicht gelten) und viel zu LANGSAM, mehr so in Richting SHIRI in SLOW MOTION. Auch waren die üblichen SWAT-Gemetzel bei weitem nicht so realitisch wie in SHIRI, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von "Realismus" reden darf.

Auch konnten die tollen Bilder und Actionszenen die "Langweile" einfach nicht kompensieren und ich hab ziemlich oft mit dem einschlafen gekämpft.

Trotzdem werde ich mir das Teil nochmals zu Gemüte führen (zu einer besserern Uhrzeit) und ggfs. mein Review nochmals überdenken. Zur Zeit allerdings nur 4 ****.

goutierte im Turm-Palast, Frankfurt

Mirco Hölling S * 1.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Murks

Ein interessanter Ansatz dieses Films:
Im Jahre 1909 schlug ein (tatsächlich stattgefundenes) Attentat auf einen ranghohen japanischen Politiker fehl und der Lauf der asiatischen Geschichte änderte sich dadurch gravierend: Japan war in WW2 auf Seiten der Alliierten und halb Asien (eben auch Korea) ist nach wie vor japanische Kolonie. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die Geschichte im Jahre 2009. Zwei Cops (ein reiner Japaner, eine Koreastämmiger Japaner) sind auf der Jagd nach koreanischen Separatisten, die mit Terroranschlägen die Unabhängigkeit ihres Landes wieder herstellen wollen. Der japangläubige Sakamoto (der Cop mit koreanischen Vorvätern) beginnt im Laufe der Ermittlungen immer mehr zu zweifeln, ob die Weltordnung so richtig ist. Seine Sympathien wechseln immer mehr zu den Terroristen, während sein japanischer Freund sich folgerichtig immer mehr zu seinem Feind entwickelt.

So originell der Plot ist, so miserabel ist der Film. Wer meinte "Armageddon" von Michael Bay oder "Independance Day" von Roland Emmerich seien bedenklich und patriotisch der wird "2009" mit Propaganda gleichsetzen müssen. Dieser Film ist in seiner Aussage absolut gefährlich und kann einen denkenden Menschen mit humanistischer Geisteshaltung nur mit Schaudern erfüllen. Dabei finden in den amerikanischen Pendants häufig noch gewisse ironische Brechungen statt, die bei 2009 komplett ausbleiben. Zudem zeichnet sich der Film durch einen erheblichen und sehr ernstgemeinten Rassismus gegenüber den Japanern aus.

Die Aussagen des Films lauten: Die Erhaltung deines Landes steht über allem. Für dieses Ziel musst Du bedingungslos selbst Deine Freunde töten, auch wenn es Dir schwer fällt. Du hast auch keine Wahl (z.B. andere Formen der Konfliktlösung zu suchen), denn ein Feind Deines Landes verdient nur eines: den Tod. PUNKT!!

Dazu nehme man die Darstellung der Japaner als Unmenschen, die sogar die Geschichte manipulieren wollen und man stellt fest, daß selbst "Shiri" dagegen eine ausgewogene Darstellung des Lebens ist.

Unglaublich, daß in einem Land, in dem erst kürzlich "Joint Security Area" produziert wurde und so erfolgreich war ein derartiger reaktionärer Schund hergestellt werden kann. JSA zeichnete sich durch eine differenzierte, deutlich humanistische Haltung aus, die auch ganz klar über Landesgrenzen hinausging. Selbstverständlich war auch JSA schwer patriotisch (was an sich ja auch nichts schlimmes ist), jedoch stand der Mensch über der Nation. Hier wiederum ist es genau umgekehrt.

Der Hunger der Koreaner nach Nation und Wiedervereinigung ist mittlerweile dermassen groß, daß solche Filme ein gefundenes Fressen in der Bevölkerung sind. Und wenn dann noch die sowieso verhassten Japaner als Unmenschen dargestellt werden und nicht die eigenen Landleute aus dem Norden die Feinde sind, ist die Volksseele befriedigt.

Rein cineastisch gesehen ist 2009 leider auch nichts. Viel zu lang(weilig) und unerträglich kitschig. Geschossen wird eigentlich nur mit einer Träne im Auge (und natürlich Slow-mo). Das Drehbuch hat nur sehr holzschnittartige Charaktere geschaffen, die zu keiner Zeit so etwas wie Mitgefühl aufkommen lassen. Und das, obwohl die Hauptrolle von Dong-Kun Jang eingenommen wird, der in "Nowhere to Hide" und "Friend" zu überzeugen wusste. Man meint permanent zu spüren, daß der untalentierte Regisseur versucht hat, in jeder Szene cooles Drama darzustellen. Leute in langen Mänteln und automatischen Waffen, die in Zeitlupe durch nebelumwobene Wälder gehen u.ä.. Dramaturgisch völlig sinnlos und darüberhinaus ein alter Hut.

Nicht mal die Shoot-outs sind wirklich gut. Konnte der eher mittelmäßige "Shiri" zumindest mit fantastischen Schießereien aufwarten, werden uns hier nicht mal die gegönnt. Alles routiniert und tausendmal gesehen.

Schade, da der Film über eine interessante Idee verfügt und diese leider dem hemmungslosen Patriotismus und einer schlechten und selbstverliebten Regie opfert.

Mirco Hölling (30.08.2002)

goutierte im Grindel, Hamburg

Alan Smithee * 2.0

Würrrrg!

Was auch immer für süßliche Lobeshymnen mittlerweile das Programmheft des FFF-Heftes verschnörkeln: DON´T (always) BELIEVE THE HYPE! - Nach Feinschmeckermenu mit z.B.
SHIRI, BICHUNMOO oder NOWHERE TO HIDE, kommt jetzt ein unverdaulicher Nachtisch, der so richtig die Magenwände verkleistert. Nach vielversprechendem Start, versinkt der Film in eine ewig triefende Pathosgrütze ab, mit Zeitlupe schon beim Nasepopeln. Und diese Ta-da-da-Mucke die ganze Zeit.....da würde mein Opa noch stramm stehen! - In diesem Film sterben Tausende von Leuten, nur leider nicht die richtigen. Habe die Hände im Kino über dem Kopf zusammengeschlagen und zum ersten mal seit Jahren mit dem Gedanken gespielt, vor dem Ende aus dem Kino zu gehen.
Leudeleude, so einen schmalzigen Hanswurststreifen habe ich bislang aus Hongkong noch nicht gesehen.
ICH WILL MEIN GELD WIEDER!

staunte im Residenz, Köln

Alan Smithee * 7.5

KRACH-BUMM-GUT

Lost Memories ist ein sehr guter Film, der jedoch von der pathetischen Seite her immer in die Schwäche gerückt wird. Aber die Story und die liebevolle Umsetzung macht das wieder gut. Natürlich ist die Geschichte so aufgebaut, daß einem klar wird wer sich zum Schluß zum Duell steht, nur man ist sich nicht sicher wer gewinnen wird, das ist das spannende. Denn derjeige, der gewinnt, verändert die gesamte Geschichte von Korea und Japan. Pro für die gute Überleitung vom realen Zukunftsthriller zum Fantasy. Pro für die guten Shootouts und gute Action, Kamera, qualitativ sehenswert. Contra für die Zusammenstellung der Würze des FIlms, da es natürlich um eine Liebesgeschichte geht, und blablabalbala....Hollywoods Pearl Harbour-style dachte ich da.
Ansonsten ist es ein recht sehr sehenswerter Film, wenn man weiß, daß man sich auf dem FANTASYfilmfest befindet.

war im Cinema, München

ZardoZ * 8.0

2009 erinnert in seiner Art und Weise sehr an SHIRI, was jetzt nicht negativ gemeint ist. Die Koreaner verstehen es einfach großartige Action mit einer dramatischen Story zu verbinden die unter die Haut geht. Dazu kommt, das 2009 noch dazu einen Aspekt hat, der ihn noch einen Tick besser als SHIRI macht und ihm die Bezeichung Sci.Fi.-Film zurecht gibt.

Wunderbarer Film, wenns so weitergeht muss Hollywood wirklich aufpassen...

guckte im Metropol, Stuttgart

Michaela S * 9.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Wenn wir uns das nächste Mal sehen, dann als Feinde !

2009 - Lost Memories
Ein Film, der mit einem rasanten shoot out beginnt und dann irgendwie immer zäher wird. Ein Film, der von Freundschaft zwischen zwei äußerst unterschiedlichen Männern handelt, die auf die Probe gestellt wird. Ein Film, in dem die Loyalität der Männer zu ihrem Land, ihrer Geschichte getestet wird. Die beiden Hauptdarsteller werden sehr gut gezeichnet, der eine ist Familienmensch, eher zurückhaltend und Japaner, der andere schon mal draufgängerisch, Single und Koreaner. Der Ansatz, dass Japan und die USA den 2. Weltkrieg gewonnen haben, Berlin mit einer Atombombe ausgelöscht wurde und Japan 2002 die Fußballweltmeisterschaft ausrichtet und Korea ein Teil des Japanischen Reiches ist, sind ein Einstieg in diese Parallelwelt, eine Zukunft, die 1909 umgeschrieben wurde und die die Japaner aufrecht erhalten möchten, während die Koreaner die wirkliche Geschichte, und somit ihre Unabhängigkeit, zurück haben wollen.

Ein bisschen Science Fiction gemischt mit Fantasy, großen Gefühlen und Pathos (übertriebene Schwarzweißmalerei: böse Japaner / gute Koreaner). Die Filmmusik tut ihr übriges um den Film zu pathoisieren. Bisschen zu dick aufgetragen. Auch wenn es viele Action-Szenen gibt, so wird das zum Ende hin doch etwas lang und man hätte den Film durchaus auch ein wenig kürzen können.

Alles in allem: trotz Längen und Pathos durchaus spannend und actionreich.

goutierte im Cinema, München

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2009 Lost Memories
  • f3a.net: 6/10 33
© Fantasy FilmFest Archiv 2021-06-19 03:03

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