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Review Murder Me, Monster

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Monströs mäandernde Morde
von Leimbacher-Mario

"Murder Me, Monster" ist ein atmosphärischer und langatmiger Arthouse-Horror-Krimi, der von den Ermittlungen an Mordfällen handelt, bei denen Frauen kopflos in der Gegend aufgefunden werden... Als Mix aus "La Isla Minima" und "The Untamed" könnte man es ganz gut beschreiben. Faszinierend, hübsch aber auch sehr anstrengend. So anstrengend, dass man sich eine sicher vieles beleuchtende Zweitsichtung ganz genau überlegt...

Ein Film über Monster und Männer, Tentakel und Penisse, Sex und den Wunsch danach, Glück und der Zerstörung dieses, fehlende Köpfe und fehlende Hoffnung. Sehr trist und düster, sehr verkopft und nicht immer klar, um es mal vorsichtig und nett auszudrücken. Einige Bilder sind schwer aus dem Kopf zu kriegen und wunderschön-grausam. Ein südamerikanischer Brecher, sehr ungewöhnlich und zäh, langwierig aber unter Umständen lohnenswert. Geduld ist eine Tugend. Etwas leichter hätte man es uns aber schon machen dürfen. Vor allem wir Nicht-Südamerikaner können mit viel zu viel rein gar nichts anfangen und schon allein der Titel verfälscht etwas die kryptische Botschaft. Dennoch: Wer Ausdauer und Willen mitbringt, nichts gegen metaphorische Thriller hat, der darf einen Blick riskieren. Die Mehrheit wird aber "Nein, Danke" sagen.

Fazit: Ein schleichender Südamerika-Noir-Monster-Thriller, der ein paar hübsche Bilder und ein sehenswertes Creaturedesign hinkriegt, sich jedoch die meiste Zeit derart lahm in seiner Metapher und Schönheit suhlt, dass man sich einen Tacker für seine Augenlider wünscht.

war im Residenz, Köln

17 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Murder Me, Monster
  • Score [BETA]: 52
  • f3a.net: 4.8/10 17
  • IMDb: 5.5/10
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2021-06-14 09:58

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