s Visitors (2003) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviewer

torance S * 5.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Fantasydrama mit einer tollen Rhada Mitchell

Ganz klar, Rhada Mitchell ist Australiens bester Export seit Nicole Kidman. Sexy, klug, selbstbewußt. Ihr Ihrer One-Woman-Show "Visitors" überzeugt sie als leidgeprüfte Georgia. Die hat nämlich als Kind einen Unfall verursacht, bei dem ihr Vater querschnittsgelähmt wurde. 20 Jahre später liegt ihr Vater im Sterben und die Mutter hat sich soeben mit einer Rasierklinge umgebracht. Um Abstand zu gewinnen, unternimmt Georgia eine Seereise mit ihrem Boot; fest entschlossen, mit ihrer zurückgelegten Strecke einen Rekord aufzustellen.
Doch je länger ihre Fahrt dauert, um so verwirrter wird sie. Erst hat sie nur Visionen, bildet sich ein, daß ihre Katze sprechen kann, dann sieht sie Gestalten auf dem Boot und schließlich wird sie von ihren toten Eltern heimgesucht, die sie scheinbar mit ins Totenreich ziehen wollen. Als sie schier den Verstand zu verlieren scheint, erkennt sie plötzlich die Ursache all dieser Phänome.
Der Film ist kein Masterpiece, eher ein kleines feines Stück Kino, das mit einer wundervollen Darstellerin aufwartet und einen ehrlichen Beitrag zum Thema "Schuld" liefert.

war im Metropol, Stuttgart

D.S. * 4.0

Schwacher Seegang

Eine junge Frau will sich, ihrem Vater, ihrem Mann und wahrscheinlich dem Rest der Welt beweisen, daß sie einen starken Willen hat und ihre Ziele erreichen kann. Deshalb macht sie sich daran, auf einem Segelboot die Welt zu umrunden, alleine mit ihrer Katze; möglichst in neuer Weltrekordzeit. Sie hat bereits mehr als drei Viertel der Reise hinter sich gebracht, als sie in eine riesige Nebelbank gerät und für mehrere Tage festsitzt. Plötzlich geschehen seltsame Dinge, sie hört Stimmen, sie sieht Menschen auf dem Boot. Sind sie real, oder bildet sie sich alles nur ein?

Tja, leider stellt nur sie selbst sich diese Frage: von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, trägt die Inszenierung nämlich behutsam Sorge darum, daß man das als Zuschauer stets ganz genau unterscheiden kann. Mit anderen Worten: ein sich-Hineinversetzen in die Protagonistin bleibt aus, wir nehmen ihre stetig wachsende Hysterie, ihre Angst, ihr Handeln sehr distanziert wahr, bleiben fast vollständig unbeteiligter Beobachter. Mag sein, daß diese Wahrnehmung auch an einem Mangel an Identifikationsmöglichkeit meinerseits liegt - aber ich bezweifle, daß es allzuviele Menschen gibt, die ein Segelboot ihr eigen nennen und sich auf einen knapp 150tägigen Soloturn begeben würden.

Das Hauptproblem des Films aber ist sein Mangel an Atmosphäre. Allein auf einem Boot, mitten im Nichts, mit anderen Menschen nur durch gelegentliche Unterhaltungen per Funk verbunden - kann man das eigentlich auch NICHT klaustrophobisch inszenieren? Ja, man kann. Indem man ständig Rückblenden einschiebt, beispielsweise, oder zu ihren Gesprächspartnern umschneidet, und auch durch die Kameraarbeit niemals ein Gefühl von Beengtheit oder Verlassenheit entstehen läßt. Hinzu kommt ein recht niedriges Erzähltempo und ein fast nicht vorhandener Spannungsaufbau - fertig ist ein weiterer Film der Marke "Idee verschenkt"; ein Streifen, der über sehr weite Strecken nichts auch nur ansatzweise Interessantes bietet, ja, langweilt - und sich zudem nicht entscheiden kann, ob er nun Drama, Thriller oder gar Horrorfilm sein will. Nein, wirklich: das war überflüssig. Vier Punkte - vor allem wegen einiger schöner Bilder und zwei, drei effektiver Schocks.

war im Cinemaxx, Berlin

8 Bewertungen auf f3a.net

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  • f3a.net: 4.8/10 8
© Fantasy FilmFest Archiv 2021-09-26 12:38

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