s Blueberry (2004) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Blueberry

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Reviewer

Gorehound * 1.0

Jan Kounen auf einem schlechtem Trip

Mike Blueberry liegt im sterben und sieht sein Leben noch mal vor seinem inneren Auge ablaufen. Er sieht, wie er als Junge die erste Liebe seines Lebens, eine Prostituierte, in einer merkwürdigen Nacht bei einer Schießerei mit dem Revolverheld Wally verliert und sich schließlich bei Indianern wiederfindet. Er kann sich nicht mehr genau an diese Nacht erinnern und lebt erst mal ein mehr naturverbundenes Leben mit den Indianern.
Jahre später ist Mike Marschall in einer kleinen Stadt in der Wüste. Er ist zwar alles andere als ein Vorbild, aber immerhin schafft er es Ruhe und Ordnung in seiner Stadt aufrecht zu erhalten. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, als mehrere Leute im Gebiet der Indianer nach dem "Heiligen Berg" und dem Geheimnis das ihn umgibt suchen. Einer von diesen Leute ist Wally und so muss Marschall Mike Blueberry sich auch mit dem dunklen Punkt seiner Vergangenheit auseinander setzen...
Oh mein Gott, was für ein Käse. Der Kurzabriss der Story hört sich noch an, als könnte man einen guten Western erwarten der endlich mal wieder an alte Zeiten anknüpft, doch nichts da! Was Jan Kounen aus dem Film gemacht hat ist alles andere als ein guter Western sondern vielmehr ein Verschnitt von "Der Rasenmähermann" auf Droge, denn ein großer Teil des Film besteht aus den Riten der Indianer die sich LSD artige Trips einwerfen und vor sich hin halluzinieren. Statt dieses aber wenigstens lustig oder anspruchsvoll zu präsentieren, wird hier alles auf die (schlechten) Computereffekte reduziert die den Kampf mit den inneren Dämonen darstellen sollen. Hinzu kommt eine Langatmigkeit wie man sie schon lange nicht mehr gesehen hat, was nicht zuletzt an dem dünnen Drehbuch liegt. Die Krone setzen dann nur noch die Schauspieler drauf, die zwar alle große Namen haben und auch schon unter Beweis gestellt haben, dass sie Schauspielern können, in diesem Film aber derart lustlos an die Sache rangehen das einem schlecht wird.
Fazit: Bloß nicht ansehen!

Roughale * 5.0

Baguette Western

Gut gefilmt, sehr gute Darsteller, leicht schwierig zu erkennende Vorlage und ein zu übertriebener Drang zu den CGI Effekten - das ist Blueberry.

Unterhaltsam, aber zu lang...

glotzte im Cinemaxx, Hamburg

Mirco Hölling * 2.0

war im Cinemaxx, Hamburg

Bobshock * 7.0

Fast Sensationell

Die mutige Comic-Adaption "Blueberry" von Jan Kounen bricht mit vielen Sehgewohnheiten und entführt zugleich in fremde Sphären mit seinen ruhigen fantastischen Bildern und dem hypnotischen Sound(-track). Ein filmischer Drogentrip wie es ihn bisher noch nicht zu sehen gab, mit wunderschönen Momenten (z.B. eine Underwater Sex-Szene mit Juliette Lewis) und einer Menge Kultpotenzial, dank dem feinen Cast (u.a. Michael Madsen, Ernest Borgnine). Die Regiearbeit ist ungewöhnlich und geht einen eigenwilligen Weg, der sehr visuell orientiert das Tempo immer wieder zurücknimmt um den Soundtrack und die Landschaftsaufnahmen wirken zu lassen. Leider wird die simple Geschichte aus typischen Versatzstücken wie Schuld, Rache und Erwachsenwerden schnell zur Nebensache und bietet nur sehr wenig Action und fast gar keinen Humor. Deshalb schießt der Film knapp an einem "guten" Film vorbei und bleibt wie "Full Metal Jacket" ein interessantes Film-Experiment, das ich jedoch nicht bereue gesehen zu haben.

landscape * 5.0

Castaneda

Ja, so isses für mich: Möbius meets Castaneda. Mit Blueberry hat das nicht so viel zu tun, Jean Giraud darf ihn gar nicht in Verbindung mit Drogen bringen (mehr dazu im Buch "Zeichenwelt" von Andreas Platthaus!).

Die Bilder sind schön, der Soundtrack ist auch O.K., die Drogenwelten sind nicht so dolle, insgesamt ist der Schinken verdammt lang. Und Blueberry ist das nicht.

jens wittmann * 5.5

The good, the bad and the junkie

Das hat man nun davon, wenn man einen Franzosen einen Western machen lässt ...
Ein französisches Comic verlangt nach einem französischen Regisseur und der Hauptdarsteller wird ebenfalls sofort mit importiert.
Dass dabei kein typischer US- oder Italo-Western rauskommt, war klar.
Optisch hat der Film einiges zu bieten, auch die Darsteller machen Freude und so manche Szene ist gelungen.
Dass der Film langsam und ruhig ist, würde ich noch nicht einmal negativ bewerten (das war ja genau die Stärke der Leone Western).
Was allerdings den gesamten Film schadet, ist der ganze "indianische" drogeninduzierte Mystizismus.
Dieser bremst den Film noch mehr aus und beschert ein absolut enttäuschendes Ende, das zwar wie eine Westernversion von 2001 aussieht, aber völlig unbefriedigend ist und den Zuschauer knapp 20Min quält.

PS
einmal musste ich laut lachen:
Cassel, der wie ein versoffener Eastwood wirkt, schleicht so durch den Film und die Lewis sagt zu ihrem Film-Vater "Der hatte es aber eilig weg zu kommen".

Smotti * 7.5

Überraschungsflash

Ich weiß ja echt nicht, was die vielen Mitkritiker hier so geritten hat, aber ich war seit "Der mit dem Wolf tanzt" nicht mehr von so ner Indianer-weißer-Mann-Kamelle hingerissen.
Die "sich wiederholenden" CGI-Effekte empfinde ich trotz aller Sehgewohnheiten noch als künstlerisch und sehr ansehbar, mantraartig und durchaus fazinierend, oder liegt es nur an meinem zu kleinen Fernseher?
Lustig oder witzig ist hier in der Tat wenig, dafür finde ich den Soundtrack geil... ein meiner Meinung nach (hier) völlig zu unrecht kaputt kritisierter Film.

27 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Blueberry
  • f3a.net: 4.4/10 27
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-22 06:44

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