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Review Die fabelhafte Welt der Amélie

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Fabelhaft
von Niki Wurster

Was kann man dazu noch sagen? Wie kann man diese Perfektion kommentieren? AMELIE ist ganz einfach einer der bezauberndsten, schönsten, quirligsten, liebenswertesten und vor allem besten Filme aller Zeiten. Nach dem Kinobesuch schwebt man dahin, wie auf einer Wolke aus Endorphinen.

Selten gab es einen Film der so unheimlich atmosphärisch dicht wie Jean-Pierre Jeunet’s Meisterwerk ist. Einfach alles ist so wie es sein muss, keine Sekunde ist unstimmig. Der Film wird getragen von perfekten darstellerischen Leistungen, allen voran die umwerfende Audrey Tauton in der Titelrolle, Jeunet/Caro-Regular Dominique Pinon als mürrischer Stammgast des Cafés in dem Amelie als Kellnerin tätig ist und Serge Merlin als der Mann aus Glas. Dazu kommen wunderbare in die Story integrierte visuelle Effekte und Spielereien, die zu keiner Zeit störend wirken und natürlich der typisch jeunetsche skurrile Humor.

Wie schon gesagt, es gibt nichts aber auch garnichts, was es an AMELIE zu bemängeln gäbe. Der Film treibt einen sogar so weit, dass man gegen Schluss geradezu um ein Happy End betet, um nicht durch irgendeinen fatalen Zwischenfall aus der angenehmen Betäubung die der Film beim Zuschauer erzeugt, gerissen zu werden.

Ich denke es ist keine leere Behauptung zu sagen, dass eine Person, die Amelie nicht in ihr Herz schliesst, einfach ein unverhältismässig unterbemittelter, geschmackloser oder sonstwie entwarteter Mensch sein muss. Man darf also gespannt sein, wie sich die Academy nächstes Jahr gegenüber AMELIE verhalten wird... (Best Foreign Film, Best Picture, Best Director und Best Actress in a Leading Role please!)

goutierte im Metropol, Stuttgart

53 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Die fabelhafte Welt der Amélie
  • f3a.net: 8.1/10 53
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-08-05 04:48

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