s The Ferryman (2007) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews The Ferryman

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Reviewer

FFFler * 6.0

Er will bezahlt werden

Was anfangs noch wie ein 08/15-Slasher aussieht, wird dann doch zu einem sehr unterhaltsamen kleinen Horrorfilm, bei dem es dank der Grundidee auch immerhin ein wenig Abwechslung zum Einheitsbrei gibt. Die Darsteller sind weitestgehend in Ordnung, ärgerlich ist in der deutschen Synchro (die DVD hatte leider keinen O-Ton) nur, dass man Jonathan Rhys-Davis eine neue Stimme gegeben hat. Ansonsten ist der Film durchgehend nett anzusehen, hätte zwar ein wenig brutaler sein können, aber man kann ja nicht immer alles haben. Erinnert im Großen und Ganzen eher an eine ausgedehnte Masters of Horror Folge und kann man sich ruhig mal anschauen.

Herr_Kees * 4.0

Don’t pay for the Ferryman

Da hätte man mit der schönen alten Sage von Chris de B..äh aus der griechischen Mythologie ja ein feines Potenzial für einen spannenden Mystery-Thriller gehabt, womöglich sogar für ein neues interessantes Franchise. Aber was dem guten Filmteam eingefallen ist, ist halt doch leider nur immer das Gleiche. Das Bodyswitching-Motiv haben wir in THE HIDDEN schon deutlich spektakulärer präsentiert bekommen und vor allem klarer: anstatt mitfiebern zu können, wird man hier ziemlich lang im Nebel gelassen. Worum es dem Bösen eigentlich geht, wer hier jetzt warum in wessen Körper stirbt und was letztlich des Rätsels Lösung ist, wird hier irgendwie am Zuschauer vorbei inszeniert. Hochspannung auf See ist seit DEAD CALM ohnehin unerreicht. Dafür wird dann reichlich Blut an die Wand geschmiert und in einer Szene sogar richtig mutig Perversion ausprobiert, was aber leider eher ins Lächerliche kippt. "Ultraharter Horror" sieht anders aus.

Fazit: Frisches Blut, schön und gut, aber ein bisschen was Neues sollte dabei schon auch auftauchen.

war im Metropol 1, Stuttgart

asta * 5.5

What are you? What are you? What are you? What are you? What are you? What are you? What...

Naja,

die Körperklauerei als Filmmotiv hat es zwar schon gegeben, aber nun auch noch nicht so furchtbar oft, dass man nicht noch einen spannenden Film draus hätte machen können.
Hätte man machen können.
Leider verbringt man hier doch recht viel Zeit damit, darauf zu warten, dass etwas passiert. Zugegeben, wenn es dann soweit war, war’s schon meistens in Ordnung, aber irgendwie fehlte was.
Und wenn gegen Ende der spärliche Protagonistenrest auch noch immer weniger nachvollziehbare Dummheiten begeht, hilft auch keine Psycho-Reminiszenz.

Da fehlt was.

guckte im Metropol 1, Stuttgart

Sidschei S * 2.5

Dieser Review enthält SPOILER!
Spoilern? Bei dem Film? An sich spoilert der sich komplett selbst - aber nun ja, ich markiers vorsichtshalber mal dennoch so. ;)

AU WEIA! So gerne ich ja versuchen würde, an diesem Film etwas Gutes zu finden... so recht will es mir nicht gelingen. Denn schon der Anfangskampf war in Punkto Realisierung wirklich bahnbrechend nervig, mit seinen Lichtblitzen und hektischen Kamera/Schnitten. Da war die kurze Vorfreude, die der vor dunkler Leinwand vorgetragene Prolog aufzubauen verstand, schnell wieder verschwunden. :(

Ich muss ja zugeben, dass ich John Rhys-Davies als Schauspieler wirklich sehr mag; aber so langsam verbraucht der Name bei mir seine Anziehungskraft, spielt er in letzter Zeit in wirklich mehr Schrott als sonst was mit - Die Serie "Relevations" - auch wenn er nur eine kleine Nebenrolle hatte - war auch nicht unbedingt ein inhaltlich positives Beispiel, auch wenn Rhys-Davies in beiden Beispielen schauspielerisch durchaus schon zu überzeugen verstand. Denn auch in "The Ferryman" fand ich seine schauspielerische Leistung durchaus akzeptabel und zumindest in der englischen OV verstand sein anfänglicher, griechischer Akzent stimmungsfördernd zu gefallen; auch wenn man sich im weiteren Verlauf des Filmes fragen muss, wo der Akzent denn plötzlich hingekommen ist - aber nun ja, da wären wir wieder bei einem der Gründe, warum der Film letzten Endes doch nichts taugt.

Apropos deutsche Synchronisation: Die scheint man bei "The Ferryman" wohl ausnahmsweise mal als gar nicht so schlecht bezeichnen zu können. Denn ich habe gerade ein wenig durch die deutsche Presse-DVD 'gezappt' und war an sich doch positiv überrascht, auch wenn die ganzen Akzente die im Original vorkommen - und durchaus etwas an Stimmung zu erzeugen verstanden - gänzlich über Board (welch ein Wortspiel :D) gegangen zu sein scheinen. Doch dass in der deutschen Version zumindest ein Highlight des Filmes völlig verloren gegangen ist, kann man den Machern wohl kaum vorwerfen, hatten wir uns gestern nach Sichtung des Filmes auch schon überlegt, ob man diesen (gelungenen) Gag überhaupt ins Deutsche übertragen kann.
Denn wenn auf die Feststellung des Namens 'Rolex' für den sich mit an Board befindlichen Hund der englische Kommentar Yes, it’s my Watch-Dog folgt - eine Zweideutigkeit der englischen Sprache, die mit dem Wort 'Watch' nicht nur Uhr, sondern in diesem Zusammenhang auch Wach(-Hund) bedeutet - so geht dieser Gag im deutschen mit dem blosen, 1:1 übersetzten Kommentar Rolex - Ja, das ist mein Wachhund halt leider völlig verloren. :(

Nun ja, verlieren wir nicht noch unnötig mehr Worte über einen Film, an dem ich gerne Gefallen gefunden hätte, da die Story nämlich durchaus Potential für einen richtig guten Film gehabt hätte! Doch diese zerstört sich "The Ferryman" nicht nur durch die gar schauderhafte Realisierung im permanent billigen 'Studio-Nebel-Look', sondern auch durch eklatante Mängel in der filmischen Umsetzung des eigentlich gelungenen Themas. Und wenn der Schreiberling der offiziellen FFF-Inhaltsangabe Worte verliert wie:
"während man rätselt, hinter welcher Maske sich das Böse gerade verbirgt"
dann muss man sich schon Fragen, ob der Verfasser dieses Textes irgendwie den Film in einem drogenbetäubten Dämmerungszustand betrachtet hat. Denn gerade dieser Punkt wurde einfach nur schlecht präsentiert.

Es besteht zu keinerlei Zeit eine Spannung bezüglich der Frage, hinter welcher 'Maske' sich das Böse verbirgt, denn offensichtlich wollte Regisseur Chris Graham mit aller Gewalt dafür sorgen, dass auch wirklich Jeder versteht, warum sich wer gerade so seltsam verhält und - normalerweise würde ich das Spoilern, doch bei "The Ferryman" ist das ja traurigerweise nicht mal ein Spoiler - präsentiert dem Zuschauer mit dem Resultat der völligen Story-Langeweile den Wahnsinnigen immer mit einer schönen 8 auf dem Rücken, so dass die 'Maske' schon aufgelöst ist, bevor man sich überhaupt die Frage stellen könnte.

Und genau das ist das Problem von "The Ferryman": Durch seine Art und Weise der Erzählstruktur beinhaltet er einfach Null Spannung. Mit etwas mehr Geschick hätte man der erzählten Geschichte enorme Mystik verleihen und damit einen durchaus besseren Genre-Film erzeugen können, in welchem auch der Zuschauer etwas Rätselraten hätte erfahren können. Doch durch die Tatsache, dass die letzten Endes (spannende) Auflösung des Plots sofort mit dem ersten Opfer - und nicht erst gekonnt gegen Ende mit geschickt platzierten Rückblenden - aufgelöst wird, sorgt "The Ferryman" dafür, dass er seine Ziele nicht erreicht und eher durch unfreiwillige Slapstick-Comedy denn spannendem Horror-Thrill zu überzeugen versteht.

Von dem 'versprochenen':
"Fantastisch, wie es Chris Graham gelingt, aus diesem Stoff ultramodernen, ultraharten Horror zu ziehen. Das Bodyswitch-Motiv wird in seinen galligsten Abgründen ausgelotet, denn der hier wütende Seelenfresser kennt kein Pardon!"
war jedenfalls Nichts vorhanden und es stellt sich mir irgendwie schon die Frage, welchen Film der gute Verfasser hier gesehen hat.

Wenigstens verstand die (wenige) Musik mir extrem gut zu gefallen und der eine oder andere Aspekt war zumindest in seinen (englisch gesprochenen) Grundzügen nicht mal so schlecht. Deswegen dann doch 2/10, was er einzig und allein der miserablen Umsetzung zu verdanken hat! Denn wie gesagt: Potential hätte der Film gehabt, wie ich finde. Und den Kalauer: Don’t pay the Ferryman! wird der Film sicherlich noch oft über sich ergehen lassen müssen. ;-)

Dann doch lieber den von vielen letztes Jahr schon im Vorfeld so übel abgestraften "Open Water 2" nochmals anschauen. Spielt auch die ganze Zeit (mehr oder minder :Fg: ) auf einem Boot, war aber insgesamt deutlich unterhaltsamer!

goutierte im Metropol 1, Stuttgart

Michaela * 6.0

You’re ugly inside out

Gegen Ferryman lief Kevin Costner mitsamt Demi Moore. Also bekam Gimli eine Chance. Schade, dass man das Lied "Don’t pay the ferryman" nicht auch als vielleicht Anfangsmusik genommen hat. Viel Nebel, viel Wasser, einigermaßen viel Blut und Schreckenshalluzinationen bietet dieser Film. Für ein Fresh Blood ziemlich gut gemacht und "unterhaltsam".

staunte im City, München

D.S. * 5.0

Don’t pay till you reach the other side...

war im Metropolis 6, Frankfurt

zoulwags S * 2.5

Dieser Review enthält SPOILER!

Homer ist, wenn man trotzdem lacht.

war im Cinedom 9, Köln

Frank * 5.0

"If that would happen to me I would totally kill myself“

Warum klingen Kinder im Film immer dann besonders gruselig, wenn sie die Einleitung zur Geschichte sprechen? Hier ist es die Stimme eines kleinen Mädchens, das uns in wenigen Worten die Legende vom Fährmann näher bringt.

Nach der griechischen Mythologie war es der Fährmann Charon, der die Toten über den Fluss in den Hades, ins Reich der Schatten und seinen gleichnamigen Totengott, begleitet hat. Der Fährmann musste bezahlt werden. Den Toten wurde bei den Riten des Begräbnisses eine Münze unter die Zunge gelegt. Wurden die Begräbnisriten nicht beachtet und der Fährmann nicht bezahlt, wandelte man 100 Jahre als Geist an den Ufern des Flusses.

The Ferryman ist ein unheimlicher Einstieg in seine Story gelungen. Der Zuschauer ist geneigt sich einiges zu versprechen...

Willkommen zum schnellsten Bodyswitching Contest der Filmgeschichte.

Zwei Paare, die für ihren einwöchigen Urlaub einen geräumigen Motorsegler inklusive Skipper und dessen Ehefrau chartern. Eine extrem selbstbezogene Blondine, Tate, mit ihrem Freund Chris, der auch aussieht wie ein waschechter Christian Bale Verschnitt. Und eine junge Frau Kathy mit schlechten Träumen und ihrem athletischem Maori Freund.

Die Sechs vergnügen sich so lange an Bord, bis sie auf eine große Nebelbank zu fahren und einen Notruf empfangen....

Halten wir dem Film mal zugute, das die zu Beginn eindimensionalen Charaktere, mit zunehmenden Konflikten zumindest auch ihre Kehrseite zeigen. Manch vergleichbarer Horrorfilm versagt ja schon hier. "Blondy" z.B. zeigt plötzlich Mitgefühl, ihr Mann, bis dahin ein ziemlicher Himbeerbubi, zeigt machoistische Züge und wandelt sich in... Na, seht selbst.

Leider gehen die Charakterzeichnungen nicht über den Wechsel zwischen zwei Polen hinaus.
Storybedingt ist es auch manchmal nicht so ganz einfach zu sagen, inwieweit sich wirklich ein neuer Wesenszug der Person zeigt.
Was ist das wahre Gesicht eines Menschen?

Stilistisch, und inszenatorisch hat der Film leider deutliche Schwächen.

So ist zum Beispiel die musikalische Begleitung der Schock- und Actionsequenzen der ersten Filmhälfte ein Mix unterschiedlicher Popsongs, die allesamt Partystimmung vermitteln, den Bildern jedoch völlig konträr sind. Das das als Stilmittel beabsichtigt ist, wird schnell klar, wirkt auf mich jedoch zu unsensibel inszeniert. Teilweise wurde sehr schnell aus der Musik herausgeschnitten, um den Stimmungsumschwung zu untermauern, das die Szene ins düstere kippt. Idee und Ansatz gefallen, die Umsetzung wirkt aber doch ziemlich holprig.

Nebel gibt es in den meisten Einstellungen auf hoher See reichlich zu sehen, doch die Sets vermitteln zu häufig das Gefühl von Studio und schmälern den Filmgenuss.

Insgesamt hatte ich außerdem öfter den Eindruck, die Bilder sind nicht richtig zusammengesetzt worden. Man sieht ein Bild und ein weiteres und noch eines... Es wirkt auf mich wie eine Aneinanderreihung von Einzelsetups, denen ihr übergeordnetes Bindeglied fehlt.


Fazit

Neues wird dem Genre nicht hinzugefügt, außer vielleicht der Idee die mythologischen Überlieferungen über den Fährmann Charon als Aufhänger zu nutzen.
Erwähnenswert ist auch die spaßige Metall Version des 80er Jahre Pop Hits "Don`t pay the Ferryman" von Chris de Burgh.
Alles in Allem für ein Erstlingswerk ganz O.K., mit Vorzügen und Nachteilen, die sich ungefähr die Waage halten und ein Ende das mir persönlich gefallen hat.

36 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Ferryman
  • Score [BETA]: 47
  • f3a.net: 4.7/10 36
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-18 09:44

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