s Freeze Frame (2004) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Freeze Frame

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Reviewer

Felix Schweiger * 8.0

Frame-ed

Sean ist paranoid, denn seit er, obwohl unschuldig, eines Verbrechens beschuldigt wurde, leidet er unter der Angst wieder unter Anklage zu geraten. So filmt er jede Sekunde seines Lebens mit unzähligen Kameras und archiviert sein Leben. Als dann aber wieder die Frage kommt was er denn im Herbst 1998 so getrieben hat, fehlen dummerweise die rettenden Tapes. Versucht man ihm wieder was anzuhängen?
Angefüllt mit ungewöhnlichen Perspektiven erleben wir Seans armseligen Alltag mit, denn er lebt Maulwurfsgleich zurückgezogen als Gefangener seiner Kameras in ständiger Angst vor dem verpassten Bandwechsel. An soziale Kontakte ist nicht zu denken, und das spiegelt sich auch in seiner kühlen Metallhöhle und seinen Selbstgesprächen wieder. Auf Inhaltsebene brauchts etwas bis der Thriller in Fahrt kommt, schlägt aber dann brav Haken wie ein Hase auf der Flucht und fasziniert im Gesamteindruck. Die Schauspieler stossen zwar gegen Ende dann doch an ihre Grenzen, das stört aber nicht allzusehr. Und ja, Lee Evans ist nicht komisch.
Fazit: Visuell orgineller Thriller. Auf jeden Fall sehenswert.

war im City, München

Papa_Schlumpf S * 7.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Freeze Frame

Die letzten 10 Jahre seines Lebens hat sich Sean Veil in die Kellergewölbe eines alten Fabrikgeländes zurückgezogen. Seit er unschuldig eines Massenmordes verdächtigt wurde und ihn auch die Medien als Täter vorverurteilt hatten, dokumentiert er jede Minute seines Lebens mit der Videokamera. Niemals wieder soll jemand die Chance erhalten, ihn eines Verbrechens zu bezichtigen. Als er dann aber doch wieder in den Tatverdacht eines weiteren Mordes rückt, fehlen ausgerechnet die Bänder, die ihm ein Alibi verschaffen würden.

Der Film hat eine interessante Story, die Kamera ist außergewöhnlich und auch Lee Evans ist in seiner Rolle als Sean Veil wirklich klasse. Trotzdem sind gegen Ende des Filmes einfach zu viele Wendungen in der Geschichte, die den Schluss konfus werden lassen. (Ich frage mich immer noch, wie der dicke Profiler von der Leichenschauhalle in Ians Keller kommen konnte.)

Fazit: Zwar originell und sehenswert, aber trotzdem bin ich mit einem zwiespältigen Gefühl aus dem Kino gegangen.

war im City, München

ZardoZ * 8.0

Der Film hätte letztes Jahr schon auf dem FFF laufen sollen, wurde dann aber aus mir unbekannten Gründen wieder zurückgezogen. Das er nun beim diesjährigen wieder im Programm steht, ist eine verdammt gute Entscheidung. Der Film ist nämlich ein ausgesprochen fesselnder Psycho-Thriller, der ohne große Logikfehler, Plotholes und konstruierte Handlungsentwicklungen auskommt. Er ist ziemlich vertrackt und irgendwann fragt man sich als Zuschauer, was man denn eigentlich noch glauben und wem man vertrauen soll, auch wenn der eine oder andere Handlungstwist weniger am Ende nicht geschadet hätte. Auch audio-visuell konnte der Film mich vollstens zufriedenstellen. In kalten blau-grauen Tönen und immer wieder in den typischen, verrauschten und verzerrten Videoaufnahmen wird der Film präsentiert und erzeugt eine fast schon surreale Atmosphäre. Ein Geheimtipp des Fetivals!

Herr_Kees * 7.0

Immer im Bilde

Starkomiker goes Thriller - das hatten wir bereits mit Robin Williams (INSOMNIA, ONE HOUR PHOTO) und Steve Martin (THE SPANISH PRISONER). Was der bei uns weniger bekannte Brite Lee Evans (FUNNY BONES) hier jedoch abzieht, stellt die Bemühungen der Kollegen locker in den Schatten. Evans rasiert sich den Schädel, Evans klagt an, Evans winselt, Evans schreit, Evans verzweifelt. Den gequälten Paranoiker nimmt man ihm in wirklich jedem Frame ab.

Auch der Film selbst überzeugt - mit konsequent kühlem Stil, durchgehend spannender Atmosphäre und ein paar netten kleineren Twists. Nur gegen Ende waren die Ambitionen nach Komplexität wohl etwas größer als die Absicht, einen runden, guten Film zu machen, denn die Entwicklungen im Finale gleiten doch allzusehr ins Unglaubwürdige ab.

Fazit: Spannender, gut gespielter, atmosphärisch dichter Thriller, der am Ende etwas zu konstruiert wirkt.

war im Metropol, Stuttgart

oceansize * 6.5

Low Budget Memento

Die Inhaltsangabe war bereits lecker: Ein isolierter Mensch, angetrieben von dem Trauma einer ungerechtfertigten öffentlichen Beschuldigung, setzt sein Leben aus Hunderten von Videotapes zusammen, damit keine Sekunde seinem wohlmöglich nötigen Alibi entgeht.
Der Film lebt dabei natürlich vor allen Dingen vom großartigen Hauptdarsteller Lee Evans, der den vermeintlichen Killer als in seinem Innern zwar zornigen, aber insgesamt doch eher kleinlauten Paranoiker gibt.
Die Grundidee ist verlockend, das Setting angemessen düster. Die "Auflösung" nicht dumm, allerdings doch ein klein wenig holprig. Auf jeden Fall ein guter und unterstützenswerter Low Budget-Film, der allerdings den letztjährigen Paranoia-Movies "One Point 0" und "The Machinist" nicht das Wasser reichen kann.

Eraserhead S * 7.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Video killed the TV-Star?

Lustiger kleiner Paranoia-Streifen, der sicher nicht viel gekostet hat. Spannung bis zum Ende und immer wieder einige unvorhergesehene Wendungen - vielleicht ein paar Wendungen zuviel. Das Ende hätte vielleicht auch fieser sein können, das wäre dem Streifen angemessener gewesen. Trotzdem spürt man hier bis zum Ende eine Klaustrophobie, der man kaum entrinnen kann. Ordentlich.

staunte im Metropolis, Frankfurt

D.S. * 6.0

Die Macht der Bilder.

war im Metropolis, Frankfurt

Alexander * 7.5

Paranoia

Endlich mal wieder eine schön-schaurig bizarre Produktion, die schon alleine durch das ungewöhnliche Set-Design, Farbverfremdungen und andere Ideen zu faszinieren weiß. Eine gute neue Idee, klasse Story und der superbe Hauptdarsteller lassen einen bis zur letzten Sekunde mitfiebern und -fürchten. Kein Film für Menschen mit der Neigung zum Verfolgungswahn. Selten wurde das Thema PARANOIA so fett auf der Leinwand behandelt. Der Vergleich zu "One Point Zero" drängt sich aufgrund von Optik und Konzept definitiv auf, ich halte Freeze Frame aber für den etwas besseren Film.
Das lange Warten auf diesen Beitrag (sollte schon auf dem letzten FFF gezeigt werden und wurde in letzter Minute aus dem Programm genommen) hat sich definitiv gelohnt. Im letztjährigen Mystery-Rausch von One Point Zero, The Machinist und The I Inside wäre Freeze Frame vielleicht untergegangen.

goutierte im Metropolis, Frankfurt

Bobshock * 8.5

Das Warten hat sich gelohnt

Im Gegensatz zum vielgelobten Eröffnungsfilm "KISS KISS BANG BANG" hat "Freeze Frame" eine eigene Optik und eine unverbrauchte Idee mit guten Wendungen. Der Hauptdarsteller Lee Evans spielt sensationell glaubwürdig und voller Hingabe, Bravo! Lobenswert zu erwähnen ist auch die tolle Homepage des Films, die wie die Nachbearbeitung des Filmmaterials auf einem technisch sehr hohen Niveau realisiert wurde. Alles stimmt hier: Ton, Schnitt, Kamera und digitale Effekte. Festivaltipp!

FFFler * 7.0

Ist das wirklich Lee Evans?

Eine sehr interessante Grundgeschichte, die zudem auch noch gut umgesetzt wurde. Des Weiteren muss man einfach ein großes Lob an Lee Evans aussprechen, dem ich so eine Rolle nie zugetraut hätte, da ich ihn in jedem Film nur als äußerst nervigen Sidekick gesehen hatte. Aber was er hier abliefert: Respekt! Leider geht das Ganze im Finale ein wenig zu weit, jedoch konnte dies meinen guten Gesamteindruck nicht schmälern.

war im Metropolis, Frankfurt

29 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Freeze Frame
  • f3a.net: 6.5/10 29
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-18 09:52

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