s Ghost Machine (2009) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Ghost Machine

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Reviewer

Tweek S * 4.0

Dieser Review enthält SPOILER!
Kurz belichtet:

Virtual-Reality-Thriller haben eine ganz eigene Nische im Genre. "Virtuosity" und "Avalon" waren recht gelungene Vertreter, "Lawnmower Man 2" oder eben "Ghost Machine" stinken eher ab. So etwas passiert wohl, wenn sich Drehbuchautoren mit Hormonstau in jüngeren Jahren Teile ihres Hirns mit experimentellen Drogen vaporisiert haben. Anders ist das Gemurkse kaum zu erklären. Wenn man in den ersten 45 Minuten im Kinosessel den zu kurz gekommenen Schlaf der letzten Nacht nachholt, wird rein gar nichts verpasst. Uninteressantes Geschwafel absolut stereotyper Charaktere und ein bisschen sinnloses Peng-Peng ziehen sich angestrengt dahin. Später wird minutenlang ereignisarm durch zerfallene Knastgemäuer geschlichen, spannender wird`s so kaum. Als dann der titelgebende Geist zuschlägt, erschreckt das wenig, Horror=Fehlanzeige. Erst in den letzten Szenen flackert per Plot-Twist etwas Potential auf - kommt leider viel zu spät und bleibt im Ansatz hängen.
Fazit: Sieht preiswert aus und fühlt sich auch so an. Brit-Horror der einfallsarmen Art. Finger weg vom Ticket!

Timo * 2.5

Game Over.

GHOST MACHINE ist so etwas wie eine Wannabe-Variante von EXISTENZ und Co. Schlechte Effekte, eine muffige Story, peinliche Darsteller und kein Gespür für Timing sind in erster Linie die Attribute, die aus diesem Film B-Movie-Futter für die letzte Videothekenecke machen.

rrho

Ach ja, die Rachegeister. Aus dem asiatischen Kino kennt man sie ja inzwischen auch ohne großes Spezialwissen hierzulande recht gut, dank The Grudge samt Fortsetzungen und Derivaten, die knarzenden jungen Frauen mit der leicht gebeugten Körperhaltung und den langen schwarzen Haaren... diese Filme schwingen nach in der Geisterscheinung von Ghost Machine, in der ein böser Geist sich in einem Computer einnistet.

Das wäre an sich noch nicht einmal besonders originell, denn schon in den Ringu-Streifen oder One Missed Call bedienen sich die Geister moderner Technik zur Fortschreibung der eigenen Existenz. Hier ist der Fall freilich etwas komplizierter bzw. der digitalen Bildproduktion enger angepaßt, denn der Geist lädt sich hier (Logik und Naturgesetze sind im Geisterkino eh schon egal) in ein AI-Programm hoch, das das britische Militär als Kampfsimulator erstellt hat - über direkt das Gehirn ansprechende Helme werden die Soldaten virtuell, aber hochrealistisch in eine Kampfsituation verlegt, die von dem AI-System simuliert und angepaßt wird.

Dieses System leihen sich ein paar junge Soldaten aus, um damit in einem stillgelegten Gefängnis zusammen mit zwei Freunden Kriegsspielchen zu spielen, aber dummerweise lauert eben genau dort ein nach Rache dürstender Geist, der dann den jungen Leuten im Spiel wie in der Realität an den Kragen will.

Regisseur Chris Hartwill packt (nach einem Drehbuch von Sven Hughes und Malachi Smyth - für alle drei ist es das Langfilmdebüt) noch die Geschichte um eine junge Soldatin (Rachael Taylor) mit oben drauf, die gerne als gleichwertige Kämpferin anerkennt werden will, aber mit den (auch sexualisierten) Schikanen ihres Vorgesetzten zu kämpfen hat, und unter dem ganzen Gerüst lauert eine Post-9/11-Foltergeschichte samt Geheimverliesen und Waterboarding.

Aber natürlich ist das alles Oberfläche. In Ghost Machine geht es weder um Politik, Folter oder Gleichberechtigung, noch geht es wirklich um okkultes Gedankengut - das sind einigermaßen gekonnt verwobene Vorwände, um CGI-Blut gegen Wände spritzen zu lassen, Köpfe und Augäpfel von ihren Plätzen zu entfernen und schließlich auch virtuelle Wände verschwinden und entstehen zu lassen. Allein in letzterem Fall allerdings paßt der Pixellook, den Ghost Machine mitbringt, auch thematisch wirklich dazu.

Neben den zweitklassigen Effekten sieht man natürlich auch an den Schauplätzen, dass der Film mit eher begrenztem Budget entstanden ist. Verlassene Gefängnisse sieht man sonst eher in Abgründen wie Shadow: Dead Riot, aber ganz so schlecht ist Ghost Machine dann auch wieder nicht.

Kritik zuerst in meinem Blog erschienen.

Erstveröffentlichung

lexx * 4.0

B-Movie Machine

Um es kurz zu fassen ist Ghost Machine ein etwas besserer B-Movie Streifen, der zumindest mit einem einigermaßen originellen Plot dienen kann, aber dennoch von vorne bis hinten an den Haaren herbeigezogen ist. Über die Schauspieler reden wir am besten nicht, die Effekte wären für einen B-Movie-Steifen aber zumindest ordentlich. Weit weg von einer Gurke, aber alles in allem nur für Vielseher interessant, wer es ignoriert hat nichts verpasst.

Rohrkrepierer * 5.5

irgendwie geistfrei

Action Film auf Fernsehniveau. Zu wenig billig um schön trashig, aber billig genug um nicht mehr glaubwürdig zu sein. Durchschnittliche Actionszenen, durchschnittliche Effekte, durchschnittliche Idee. Einzig das überzogene Schauspiel von Sean Faris vermag ein wenig zu unterhalten. Ansonsten ein Actionquatsch den man sich auf Tele 5 mal anschauen kann, aber deswegen nicht in den Himmel gelassen zu werden ist sehr unwahrscheinlich! Dafür ist er einfach zu, na ja zu durchschnittlich!

saß im Cinecitta' 3, Nürnberg

27 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Ghost Machine
  • Score [BETA]: 37
  • f3a.net: 2.9/10 27
  • IMDb: 4.4/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-12-13 01:54

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