s Hunter Hunter (2020) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Hunter Hunter

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Reviewer

Leimbacher-Mario * 7.0

Wolf im Menschspelz

â€×Hunter Hunter“ ist ein packender, unterschwellig enorm anspannender und aufregender Thriller über eine dreiköpfige Familie, die einsam, abgehärtet und von der Gesellschaft losgelöst im Wald lebt und wohnt. Als der Ehemann eines Tages mit der pubertären Tochter zum Jagen aufbricht, kommt dieser nicht mehr zurück und die beiden Frauen sind auf sich alleine gestellt - und ein Wolf ist vielleicht schon näher an ihrer Waldhütte als sie befürchten...

Langsam aber sicher, daumenklemmengleich, untermalt von einem stoisch-brummenden Score geht â€×Hunter Hunter“ unaufhaltsam ins (menschliche) Dickicht. Zwischen aufweichenden Geschlechterrollen und falschen Entscheidungen, zwischen Jäger und Beute, zwischen Abgrund und Ãœberleben. Der Pass über den Verlust der Menschlichkeit ist schmal. â€×Hunter Hunter“ hat intensives Schauspiel, eines der härtesten (und überraschendsten!) Finales der letzten Jahre und geht stellenweise einfach unter die Haut. Unangenehm und oft unausstehlich, sicher auch nicht immer mit dem intelligentesten Figurenverhalten - aber dennoch ziemlich gnadenlos und teilweise sogar schlicht alptraumhaft. Und dabei hatte ich einen simplen Werwolfreißer erwartet - was er aber in jederlei Hinsicht NICHT ist...

Fazit: Survival-Horror mit mehr Höhen (und Härten!) als Tiefen (und Trägheit). â€×Hunter Hunter“ ist ein Wald-und-Schießen-Thriller zwischen â€×The Grey“, â€×Backcountry“ und â€×A Quiet Place“. Ein Ausflug ins Grün der fieseren Sorte.

meiklsan * 7.0

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

IFC Midnight präsentiert Hunter Hunter.
Irgendwo im tiefsten Wald, einsam und verlassen, treffen wir auf eine kleine Aussteiger- und Selbstversorger-Familie: Mann, Frau, Kind und Schäferhund. Das Leben der Familie besteht zu 100 % aus Natur, Wald, Jagd, der Lehre von der Jagd und der Essenszubereitung, also der Traum vom Leben in und mit der Natur, weitab von jeglicher Zivilisation.
Doch wer hätte es gedacht, eines Tages tauchen im Wald bedrohliche Zeichen eines ungebetenen "Gastes" auf und aus dem idyllisch friedlichen Waldalltag wird schlagartig ein brutaler Überlebenskampf für Mutter und Tochter, denn zu allem Übel bleibt der geliebte Ehemann im Wald verschwunden.
Der Film geizt nicht mit Überraschungen und bleibt trotz dem begrenzten Waldsetting und Cast immer sehenswert, denn er spielt gekonnt mit der ungestillten Neugier des Zuschauers. Diese wird mit kleinen bekannten und geliebten Horrorthriller Elementen häppchenweise angefüttert aber niemals überfrachtet. Weniger ist hier mehr. Ein schönes Wechselspiel zwischen emotionaler Traurigkeit, Hoffnung, Verlust und schmerzvollsten Slashermomenten. Der wohl dosierte, abwechslungsreiche, wabernd schwebende und soft hämmernde Soundtrack trägt sein Übriges dazu bei, um jegliche Szenerie und alle Spannungsmomente ganz hervorragend zu untermalen. Flinte in Anschlag und rein ins Kino.
Durchhalten wird mit einigen der schönsten und blutigsten Aufnahmen nach High Tension und Frontiers belohnt und dürfte später wohl damit so manches Mediabook Cover zieren!
Lockere 7 von 10 Punkten.
Ein möglicher Walkie-Talkie Extrapunkt wird leider durch eine mangelhafte CGI Szene egalisiert.

Alexander * 7.5

Der Mensch, nicht das Tier, ist des Menschen schlimmster Feind

Eine Familie irgendwo in den Backwoods, ein Leben gerade so außerhalb der Reichweite der sog. â€×Zivilisation“, auf sich gestellt, tief im Wald. Das Leben karg aber anscheinend friedlich. Aus Ãœberzeugung lebt hier die Familie am Rande der verpesteten Stadt, friedlich und von der Jagd und dem Fallenstellen lebend und isoliert vom Gestank der restlichen Menschheit. Es könnte so wunderbar sein.

Doch ein â€×böser Wolf“ zieht neuerdings offensichtlich seine Kreise und die vermeintlich gefährdende Schlinge immer enger um die eigene Behausung, sodass der Patriarch auszieht, das Tier zu jagen…

So beginnt ein bemerkenswerter Beitrag des diesjährigen Fantasy Filmfests, der den Zuschauer vor allem durch seine für lange Zeit vollkommen im unklaren Nebel der Andeutungen schwebende Bedrohung in seinen Bann zieht.

Der â€×erfahrene“ Zuschauer vermutet natürlich sofort die ein oder andere Bedrohung und nimmt die Witterung der Gefahr sicherlich so rasch auf, wie der seine Bahnen laufende Wolf in den Tiefen des Waldes…

â€×Hunter Hunter“ beeindruckt dann gleich mehrfach. Zum einen durch seine geniale, sich fast schmerzhaft langsam aufbauende Spannung, die eine nicht wirklich wahrzunehmende Bedrohung in prickelnder Kälte dem sensiblen Zuschauer eiskalt auf die Gänsehaut nagelt, zum anderen durch das großartige Spiel der wenigen Darsteller, deren Verletzlichkeit inmitten der Wildnis einen weiteren Marker im Feld einer immer omnipräsenten Angst setzt.

Mit einfachen Mitteln wird hier eine ganz wunderbare Atmosphäre des Horrors aufgebaut, und der weitere Verlauf der tragischen Geschichte in sich langsam ausweitenden Bahnen zu einem wirklich üblen Drama verdichtet.

Dabei gipfelt der eigentlich mehr als ruhig inszenierte Film in einem so grotesk brutal überzeichneten Finale, dass es dem Horrorfan ein befriedigendes Fest sein mag, so mancher unbedarfte Zuschauer aber in die Popcorntüte kotzen könnte. Sehr genial gemacht, und bei all seiner verletzenden Tragik irgendwie auch konsequent und auf bizarre Art und Weise auch befriedigend.

3 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Hunter Hunter
  • Score [BETA]: 66
  • f3a.net: 7.2/10 3
  • IMDb: 6.4/10
  • Metacritic: 61/100
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verf├╝gbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2021-09-26 14:02

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