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Review Infini

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Dieser Review enthält SPOILER!

Bis zur Unendlichkeit... und noch viel dümmer!
von Leimbacher-Mario

Wenn man über Science-Fiction-Filme reden kann, sind das meistens sehenswerte Filme & das gehört bei dem Genre eigentlich zum guten Ton. "Infini" ist die Ausnahme zu der Regel - ein ziemlich mauer Sci-Fi-Komposthaufen, über den man aber immerhin reden kann. Oder streiten, oder nachdenken, oder einfach nur kopfschütteln. Vor allem wegen einem Ende, das mich den Film zumindest nicht als Müll direkt hat vergessen lassen. Vor einer ziemlichen Bruchlandung konnte aber auch das nicht mehr retten.

Apropos retten: die Rettungsmission in der eiskalten Außenstation Infini im 23. Jahrhundert erinnert extrem an viele wichtige Sci-Fi- & Horrorfilme - "Event Horizon", "Alien", "Interstellar", "28 Days Later" oder "Prometheus", um nur ein paar zu nennen. Hier wurde definitiv mächtig geklaut & zusammengebastelt. Neu Erfundenes sucht man selbst mit der Lupe vergeblich. Gut geklaut ist halb gewonnen, schlecht geklaut, wie hier, eher ganz verloren. Der Look des Films taugt was, billig wirkt er nur ganz selten. Auch die Schauspieler geben sich Mühe, die Atmosphäre ist manchmal kurz davor, klaustrophobisch zu sein & der tollwutähnliche Alienvirus ist auch ab & zu beeindruckend, ambivalent, verrückt & hektisch dargestellt.

Plus ein Ende, über das man, wie gesagt, rätseln kann. Zuerst dachte ich, der Parasit will oldschool die Erde infiltrieren, nun glaube ich aber eher, das gute Zureden hat ihn dazu gebracht, über seine aggressiv-steinzeitlichen Methoden nachzudenken. Ziemlich bescheuert, wenn man mal genauer drüber nachdenkt. Und dann wäre da natürlich noch die Nahtod- bzw. Traumdeutung. So oder so verwirrend auf der einen Seite, aber interessanter als der komplette Rest des Films zusammen auf der anderen Seite. Aber ich will nicht zu viel Positives anbringen, denn die hektische Regie, viel Rumgeschreie & Genuschel, zu wenig Härte, kaum Spannung, geschweige denn Identifikationsfiguren & die vielen aufgewärmten Ideen hinterlassen mehr als nur einen fahlen Geschmack auf dem Sci-Fi-Herz. Keine Empfehlung von mir, lieber nochmal einen der oben genannten Filme rauskramen, am besten mit dem klasse "Event Horizon" anfangen.

Fazit: ein Best-Of-Sci-Fi gone ziemlich wrong - aber immerhin lässt sich über das Ende nachdenken & philosophieren!

staunte im Residenz, Köln

50 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Infini
  • Score [BETA]: 50
  • f3a.net: 4/10 50
  • IMDb: 5.3/10
  • Rotten Tomatoes: 56%
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-08-04 01:34

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