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Review Ju-On: The Grudge 2

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Gespenstische Vielfalt
von D.S.

Eine deutliche Weiterentwicklung im Vergleich zum ersten Teil - und einer der atmosphärisch stimmigsten, klassisch gruseligsten Filme im Programm des FFF 2003. Wo JU-ON: THE GRUDGE sich vornehmlich auf einen Handlungsort - das verwunschene Haus - und eine Form der Geister-Erscheinungen konzentriert, so gelegentlich ein wenig ermüdet, bietet der zweite Teil überraschend viel Abwechslung - in jeder Hinsicht.

Die Story basiert dabei, natürlich, auf der selben Ausgangsidee wie der Vorgänger, und setzt, ohne das explizit zu erwähnen, dessen Handlung direkt fort: Ein Mann brachte seine Frau vor den Augen seines Sohnes um, verstarb direkt im Anschluß auf mysteriöse Weise, der Junge verschwand. Seitdem suchen die Geister von Mutter und Sohn ihr ehemaliges Wohnhaus heim, und wer immer sich auch nur etwas länger in diesem Haus aufhält, sieht einen der Geister - und ist verdammt. Doch damit nicht genug: die solcherart Getroffenen reichen ihr Schicksal automatisch weiter; jeder, der mit ihnen Kontakt hat, zieht den Fluch auf sich - und wird ihm nicht entkommen...

Die Protagonisten sind diesmal vorrangig die Mitglieder einer Fernsehcrew, die zusammen mit einer (Horrorfilm-) Schauspielerin eine Reportage über das Spukhaus produzieren wollen. Kaum im Haus eingetroffen, widerfahren ihnen seltsame Dinge, und eine bedrückende Atmosphäre legt sich über sie...

Wie aus dem ersten Teil gewohnt, erzählt auch JU-ON: THE GRUDGE 2 die Schicksale der Opfer in Form einzelner Episoden, die nicht in chronologischer Reihenfolge dargeboten werden. Wie gehabt, erleichtert dieses Vorgehen es dem Zuschauer nicht unbedingt, dem Handlungsablauf zu folgen - insbesondere, da dieses mal noch ein gelegentlicher Wechsel der Realitätsebenen im Erleben einiger Figuren hinzukommt. Dennoch ist dieser Film deutlich fesselnder als sein Vorgänger: zum einen, da er ein leicht höheres Tempo vorlegt. Zum anderen, da er ungleich mehr Vielfalt bietet: nur zwei oder drei mal befinden wir uns kurz im Spukhaus selbst, ansonsten treten die Geister in einem wesentlich größeren Radius als beim letzten mal auf (was uns bereits in der allerersten Episode eindrucksvoll vorgeführt wird). Auch erleben wir die Geister nicht nur finster um die Ecke lugend oder über den Boden kriechend: in diesem Teil der Saga haben sie einige Gemeinheiten mehr auf Lager, von denen manche einen wirklich sehr bedrohlichen Effekt auch für den Zuschauer bieten.

Hinzu kommt ein deutlich verstärkter Einsatz von (düsterer) Musik und (erschreckenden) Soundeffekten, der die Wirkung des Films beachtlich erhöht. Dabei ist seine Grundstimmung schon so gruselig wie nur irgend möglich: wenig Licht, viele Schatten; ein Gefühl der Ausweglosigkeit und Bedrohung, dessen Angemessenheit auch beständig bestätigt wird, beherrscht die Handlung.

Optimiert zeigt sich JU-ON: THE GRUDGE 2 schließlich auch im Hinblick auf die Kameraarbeit und dem Vorhandensein zwar weniger, doch funktionierender visueller Effekte. Überhaupt scheint das Budget diesmal ein wenig höher gewesen zu sein, was sich in technischer Hinsicht vor allem bei einer Episode zeigt, die mit einem ständigen Wechsel zwischen Traum (?) und Realität (?) arbeitet: hier gibt es wunderbare, teils tricktechnisch unterstützte Übergänge zwischen den Ebenen fast ein wenig an NIGHTMARE ON ELM STREET erinnerten.

Wer mit dem ersten Teil auch nur ein klein wenig anfangen konnte, sollte sich den zweiten nicht entgehen lassen - auch wenn sein Ende, genau wie das des Vorgängers, irgendwie enorm unbefriedigend bleibt. Zwar ist es aus Verständnisgründern durchaus sinnvoll, den ersten Teil zuvor gesehen zu haben - da man hier viel unmittelbarer in die Story gestürzt wird. Doch im Laufe des Films werden die wichtigsten Hintergründe nochmals vorgestellt, so daß er auch für sich allein genossen werden kann - und überzeugt.

Sehr sehenswert, sehr beklemmend, mit einer Unzahl Gänsehaut verursachender Szenen ausgestattet: 7,5 Punkte.

glotzte im Cinemaxx, Berlin

15 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Ju-On: The Grudge 2
  • f3a.net: 7.1/10 15
© Fantasy FilmFest Archiv 2024-04-26 04:43

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