s The Lazarus Effect (2015) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews The Lazarus Effect

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Reviewer

Herr_Kees * 5.0

We belong dead

Schade um den weitgehend sympathischen Cast, dass das "Re-Imagining" von FLATLINERS seine Prämisse nicht für interessantere Entwicklungen nutzt, sondern nur auf billige Schocks und die üblichen Horrorfilmklischees baut – so verlaufen ganze (vielversprechendere) Handlungsstränge ins Leere für eine ganz banale Kindheitstrauma-Auflösung.

verweste im Metropol, Stuttgart

ArthurA * 3.5

Eins, zwei, Olivia Wilde kommt vorbei...

Wissenschaftler sollten nicht Gott spielen und Tote sollte man im Totenreich lassen. Diese bittere Lektion musste bereits Viktor Frankenstein lernen und zahllose Horrorfilme haben sie über die Jahre wiederholt. Die Protagonisten von The Lazarus Effect haben diese Filme scheinbar nicht gesehen, als sie ihr Serum entwickelt haben, mit dessen Hilfe (und einem starken Stromschlag, weil das immer gut ist) Verstorbene zurückgebracht werden können. Hingegen haben Regisseur David Gelb und die Autoren Jeremy Slater und Luke Dawson sehr viele dieser Horrorfilme gesehen, haben sie sich doch scheinbar bei jedem einzelnen davon bedient, als sie The Lazarus Effect zusammengestellt haben. Um ehrlich zu sein, gibt es kaum eine Szene aus dem Film, kaum eine Plotwendung, die nicht einem anderen Genrefilm entrissen scheint. Über eine Hommage geht das weit hinaus, denn hier wird nicht mit den Augen gezwinkert und es wird auch keinem Vorbild gehuldigt. Nein, hier wird schamlos geklaut, was das Zeug hält. Die größte Ironie ist hier unfreiwilliger Natur: The Lazarus Effect entspricht seiner Thematik und ist selbst ein filmisches Frankensteins Monster, das aus Versatzstücken anderer Filme zusammengesetzt wurde. Doch davon funktioniert leider wenig so recht...

Nachdem das Projekt der eingangs genannten Wissenschaftler von der Uni auf Eis gelegt wird und ein Pharmakonzern alle Daten konfisziert, startet die Truppe einen verzweifelten Versuch, das Experiment, mit dessen Hilfe sie einen Hund erfolgreich wiederbelebt haben (dass dieser Hund so "normal" wirkt wie die Katze aus Friedhof der Kuscheltiere wird von ihnen bequem außer Acht gelassen), nachzumachen. Es geht schief, Zoe, die Verlobte des leitenden Wissenschaftlers, stirbt und wird natürlich von ihm prompt zurückgeholt. Ihr habt’s erraten - es war keine gute Idee. Die neue Zoe tritt in die Fußstapfen von Scarlett Johanssons Lucy und entwickelt mit 100% ihrer Hirnkapazität ungeahnte und gefährliche Kräfte, die der Film auch noch pseudowissenschaftlich zu erklären versucht. Ab diesem Zeitpunkt bedient sich The Lazarus Effect bei anderen Filmen, was das Zeug hält: Flatliners, Lucy, Friedhof der Kuscheltiere, Re-Animator und sogar Nightmare on Elm Street müssen herhalten, wenn Olivia Wilde durchdreht und ihren Kollegen den Garaus macht.

Erstveröffentlichung

staunte im Cinedom, Köln

D.S. * 6.5

Nettes (Hunde-) Futter für Zwischendurch

Der Großteil des Publikums war von LAZARUS EFFECT wohl nicht so angetan – für mich ist er ein guilty pleasure, zu dem ich auch mal stehen kann: Pure Mainstream-Unterhaltung aus dem Hause Jason Blum, leichtes Horrorkino mit wohlvertrauter Dramaturgie und wohlkalkulierten Jump-Scares, nie sonderlich originell oder tiefgehend, aber durchgängig spannend inszeniert und sauber produziert.

Inhaltlich eine Mischung aus FLATLINERS, PET SEMATARY und natürlich RE-ANIMATOR, geht man stilistisch wohl eine Spur zu sehr auf Nummer Sicher, um wirklich Eindruck zu hinterlassen. Die Story um das Zurückholen verstorbener Lebewesen und ihres Bewusstseins – sowie natürlich vor allem um das, was dabei schiefgehen kann – ist aber grundsätzlich immer noch interessant genug, um einen bei der Stange zu halten. Zudem gibt es durchaus eine Handvoll eigener Ideen, die das Ganze würzen: Was hier untot wiederkehrt, ist nämlich nicht stumpfe Materie, sondern im Gegenteil im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten – und mehr...

Ein Stückchen CARRIE fließt hier deshalb auch noch mit ein, und spätestens, als der sehr persönliche Alptraum einer Figur zu einem allumfassenden paranormalen Erlebnis erwächst, verzeiht man dem Film dann auch die Vertrautheit seines eigentlichen Story-Set-ups.

Ganz klar, wir befinden uns hier eher in Hollywood-Land als in ernsthaften Horrorgefilden. Die cheesy CGI-Effekte gegen Ende helfen da auch nicht unbedingt. Aber hey, wenn es einfach mal Popcorn und simpler Gruselspaß sein sollen – dann macht man hiermit meiner Meinung nach nicht viel falsch. 6,5 Punkte.

war im Cinestar, Frankfurt

Leimbacher-Mario * 4.5

Friedhof der Jump-Scares

Du kommst abends in dein Hotelzimmer, bist aber noch nicht müde... du schaltest den Fernseher an, um dich an irgendeinem miesen, aber kurzweiligen, simplen Horrorfilm müde zu schauen. Dazu ist "Lazarus Effect" zu gebrauchen, zu mehr leider kaum.

Es ist eine komplett überraschungsfreie Mischung aus Flatliners, Friedhof der Kuscheltiere, Cujo und dem zehnten Exorzismus-Kitsch. Und Re-Animator verbietet sich eigentlich komplett, in dem Zusammenhang in den Mund zu nehmen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern entwickeln ein Serum, das Tote wiederbelebt. Zuerst einen Hund***SPOILER***, dann die wie immer sympathiearme Olivia Wild.

Ich erwarte nicht immer den Innovationspreis, aber der hier war eigentlich nicht würdig, auf dem Fantasy Filmfest zu laufen. Gerade das dortige Publikum kann über so etwas eigentlich nur müde lächeln. Selten habe ich ein Publikum so locker auf ein billiges Jump-Scare-Stakkato reagieren sehen. Völlig zu Recht. Freude bei mir.

Fazit: ein paar minimale Schocker, eine kurze Spieldauer, aber selbst, wenn man beide Augen zudrückt, muss man gestehen, dass das noch nicht mal Durchschnitt ist.

28 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

The Lazarus Effect
  • Score [BETA]: 35
  • f3a.net: 4.2/10 28
  • IMDb: 5.4/10
  • Rotten Tomatoes: 13%
  • Metacritic: 31/100
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-19 08:45

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