s Metropia (2009) Review - Fantasy FilmFest Mobil
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Reviews Metropia

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Reviewer

Tweek * 5.0

Kurz belichtet:
Es gibt Filme, die vergisst man überraschend schnell. Es dauerte 2 Tage, bis mir wieder einfiel, noch etwas zu "Metropia" schreiben zu wollen; er war einfach meinen Erinnerungen entschwunden. Dabei ist es durchaus kein schlechtes Werk. Aber recht austauschbar und als eine von vielen "Big Brother Is Watching You!"-Varianten überflüssig, wenn auch nicht wie ein Kropf, eher wie Coke Zero. Die trostlose Animation in Grautönen sieht tatsächlich interessant und stimmig aus und ist neben dem prominenten Voice-Cast einer der Pluspunkte, langweilt aber auf Dauer genauso wie die vor sich hin pluckernde Story. Die Charaktere werden nur oberflächlich ausgearbeitet und durch einen Plot geschoben, der in seiner Konsequenz recht unentschlossen wirkt und entsprechend emotional nicht zu binden vermag.
Fazit: Kopflastiger Sci-Fi-Trickfilm, der an seinen Ansprüchen scheitert, ohne deutliche Höhen, aber mit einigen Tiefen. Muss man nicht gesehen haben, taugt als Lückenfüller.

landscape S * 4.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Brick and Mortar

Bin kein Animationsfilmliebhaber, und dieser Film macht mich auch zu keinem. Deshalb nur typische Kritikpunkte eines Typen, der von Animation keine Ahnung hat:
Die Animation der gehenden Personen geht mir auf den Geist.
Technisch gesehen sind die Animation der Gesichtszüge, die Textur der Augen, Haut, Haare sicherlich gut, und die Story ist auch einigermaßen interessant, aber Personen fast nur frontal zu sehen, während sie sprechen, läßt in einem Animationsfilm nicht so richtig Abwechslung und Spannung aufkommen.
Und Fräulein Bahn hat mich zu sehr an Paris Hilton erinnert, irgendwie so eine spröde, mimetisch unterentwickelte Posterschönheit.
Wurde schon mehr von einem Animationsfilm gefesselt.

guckte im Cinemaxx 3, Hamburg

Edwinita * 8.0

Kontrolle, Baby, Kontrolle!

Nachdem ich die eher lauen Kritiken zu Metropia gelesen hatte, war ich kurz davor, meine Karte zurückzugeben. Zum Glück habe ich es nicht getan, weil Metropia einfach mehr ist als nur eine Hommage an 1984 oder gar langweilig.
Von einem der Veranstalter als "Porno für Grafikdesigner" angepriesen, wurde schon mal das Auge wirklich nicht enttäuscht. Was man alles aus der Farbe grau zaubern kann, war wirklich ein Fest. Die marionettenhaften, einfachen Figuren passten zur Aussage des Filmes über Kontrolle und Machtmissbrauch.
Der Plot ist ein typischer Thriller um Menschen, die im Sumpf von Verbrechen, Schuld und Sühne leben, gewürzt mit einer Prise Sex und einer schönen, geheimnisvollen Frau. Der Held, ein wahrer Durchschnittstyp ohne besondere Fähigkeiten, gerät in dieses Spannungsfeld aus Gier, Macht und Kontrolle. Und hier fügt die Geschichte ein interessantes Motiv an: Der Kampf des hochintelligenten Bösen gegen die schlichte Durchschnittlichkeit und was dabei herauskommt. Man fühlt sich da beispielsweise an Tolkiens Antagonismus Hobbits/Sauron erinnert. Dieses Motiv bereichert und variiert die Geschichte ungemein und macht Metropia zu etwas eigenem.
Abschließend kann ich sagen, dass sich die Spannung bis zum Schluß hält. Vermeintliche Plotlöcher sind im Nachhinein doch stimmig und logisch. Ich bin zwar nicht der Fan von FilmNoirThrillerHastenichtgesehen-Geschichten, weil schon 1000 Mal gesehen, aber die Art der verfremdeten Präsentierung hielt die Neugierde bei der Stange. Das ist ein Fim, der sich wirklich lohnt.

guckte im Cinemaxx 7, Berlin

Francis S * 5.0

Dieser Review enthält SPOILER!

Hauptsache, die Grafik stimmt

Hier war jemand so verliebt in Grafik-Design, dass er vergessen hat, eine Geschichte zu erzählen.
Ein "Normal Guy" nimmt umständehalber die mittlerweile ganz Europa verbindende Metro zur Arbeit. Alles ist trist und öd. Da fragt man sich doch, warum die Züge überhaupt fahren, wenn scheinbar nirgends Menschen leben. Aber egal. In wenigen Minuten/Stunden? ist er dann in London/Paris/Berlin, weil er einer Frau aus der Shampoo-Werbung gefolgt ist. Eigentlich aber arbeitet er in Stockholm. Aber egal. Die Frau lässt am Bahnsteig ihre Tasche stehen. Warum? Egal. Er folgt ihr samt Tasche zur Hauptversammlung der Trexx Corporation. Da fragt man sich doch, warum er so problemlos rein kommt. Aber egal. In Berlin wird dann die Shampoo-Herstellung besichtigt. Da fragt man sich, wieso die Flaschen alle von Hand abgefüllt werden, wenn Züge in Minuten ganz Europa durchqueren. Aber egal. Wenn sie jetzt Stimmen im Kopf hören, ist das auch schon egal. Hauptsache, die Grafik stimmt.

Die Autoren sind vermutlich Träger dieses T-Shirts: http://www.getdigital.de/products/Leben_ist_wie_ein_Adventure

Erstveröffentlichung

saß im Cinemaxx 7, Berlin

D.S. * 5.5

Not my cup of shampoo

"Metropia" ist sehr ambitioniert, sowohl hinsichtlich seiner Story als auch seiner Präsentation. Die Geschichte um einen Normalo aus dem Bilderbuch, der reichlich unfreiwillig geheimen Machenschaften rund um Kontrolle, Macht und Unterwerfung auf die Spur kommt, dürfte allerdings nur Verschwörungstheoretiker und große Fans von Anti-Utopien begeistern - zumal sie eher höhepunktlos und spannungsarm vor sich hin dümpelt. Die Präsentation wiederum, der Zeichenstil... na ja, nach maximal 15 Minuten hat man sich daran satt gesehen und kann nun höchstens noch den Detailreichtum sowie die außerordentlich eindrucksvoll dargebotene Tristesse bewundern. Kein Vergleich etwa zur Finesse eines "Film Noir": das hier erinnert irgendwo eher an den Geist sowjetischer Propagandafilme, wobei das angesichts des Sujets durchaus gewollt sein kann. Mich persönlich haben die komplett überdimensionierten Köpfe der Figuren jedenfalls sehr gestört, darüber half auch die fein gezeichnete Mimik nicht hinweg.

Man kann sich "Metropia" durchaus ansehen, langweilen wird man sich nicht, dafür passiert zu viel und es gibt zu viele handelnde Charaktere. Lange erinnern wird man sich an ihn aber auch nicht, dafür ist das Geschehen und die Auflösung viel zu unspektakulär und erwartbar. Die Animation hält leider, siehe oben, auch nicht unbedingt das, was man sich erwarten konnte.

Also, ein guter Lückenfüller, jedoch kein Highlight. 5,5 Punkte. Und übrigens, der hier am Drehbuch beteiligte Stig Larsson ist nicht derselbe wie der Schöpfer der Millennium-Trilogie.

war im Metropolis 1, Frankfurt

Alan Smithee S * 7.0

Dieser Review enthält SPOILER!

guckte im Metropolis 1, Frankfurt

Rohrkrepierer * 7.0

Von der Schönheit des Normalen

Wenn man mal die sich aufdrängenden Vergleiche mit South Park (man achte auf die Animationen) abstreifen konnte überragt in METROPIA die visuelle Brillanz alles andere. METROPIA ist ein optisches Fest, etwas Neues, Eigenständiges, das man in dieser Form so noch nicht gesehen hat und alleine deswegen schon absolut sehenswert.
Die Geschichte ist gut geschrieben und mit einem ordentlichen Spannungsbogen entwickelt. Die deprimierende Endzeitstimmung wird gut inszeniert und auch sonst ist METROPIA sehr stimmungsvoll und trotz seiner artifiziellen Machart sehr glaubwürdig, was sicher auch den durchweg sehr guten Sprechern zu verdanken ist.
Es ist einfach schön solch einen geradlinigen Science-Fiction-Film verfolgen zu dürfen, gerade, wenn er optisch so brillant daherkommt.

glotzte im Cinecitta' 3, Nürnberg

36 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Metropia
  • Score [BETA]: 56
  • f3a.net: 5.2/10 36
  • IMDb: 6.0/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-12-02 19:42

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