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Review Office

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Großraumbüros sind die Hölle
von Leimbacher-Mario

Jeder, der in einer halbwegs großen Firma arbeitet, kennt es - Büroarbeit ist nicht immer nur eintönig & langsam... manchmal auch einfach die Hölle ;) Das dachte sich wohl auch Mr. Kim, sodass der ehrgeizige, aber unauffällige Mann eines Tages nach der Arbeit anscheinend seine Familie mit einem Hammer abschlachtet. Aber was noch viel gruseliger ist: die Polizei vermutet, dass er sich noch immer in dem Firmengebäude befindet, wo der übliche Wahnsinn der Ellenbogengesellschaft wieder seinen Lauf nimmt.

Auch wenn der Film je nach Interpretation sogar übersinnlich gedeutet werden kann, ist er erschreckend realistisch. Für die dauerarbeitenden Asiaten noch ein wenig mehr als für uns. Aber in welcher kapitalistischen Zivilisation trifft das nicht zu: Leben um zu arbeiten! Es sollte eigentlich genau andersrum sein - aber von der Hand zu weisen ist dieser traurige Fakt leider nicht.

"Office" bietet eiskalte Spannung in ebenso unterkühlten Büros. So manch eine Szene, in der der vermutliche Killer das restliche Personal terrorisiert, sich versteckt oder unerwartet erscheint, hinterließ eine Gänsehaut. Diese Höhepunkte sind etwas zu rar gesät, das Ende ist aber erfreulich rund & konsequent. Das Setting wirkt nicht abgenutzt, die Charaktere meist sympathisch & jeder handelt aus seiner Sicht verständlich. Vor allem die unsichere Hauptdarstellerin war bezaubernd, bemitleidenswert & gruselig zugleich. Keiner der besten koreanischen Thriller, aber trotzdem ein schweißtreibender Spaß & eine nachwirkende Kritik, die nie alt wird, egal wie oft man sie schon gehört hat.

Fazit: schöner Thriller - Spannung & Leistungsgesellschaftskritik passen!

glotzte im Residenz, Köln

32 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Office
  • Score [BETA]: 60
  • f3a.net: 6/10 32
  • IMDb: 5.9/10
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-01-18 10:49

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