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Reviews Sputnik

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Reviewer

Alexander * 6.5

Unterkühlter Retro-Science Fiction

Das Beste an diesem SF-Horror ist noch seine bis in das letzte Detail stimmige, unterkühlte Ostblock-Atmosphäre. So und nicht anders haben wir uns zu Zeiten des â€×kalten Krieges“ doch Mütterchen Russland vorgestellt, oder? Schäbige Baracken, düstere, mit billigem Laminat ausgelegte Flure, verranztes Mobiliar und grimmig dreinblickende Offiziere in beigen Uniformen.

Auch das technische Set-Design brilliert mit einem rustikalen Charme, dass es eine Freude ist. Holzverkleidete Armaturen, Röhren, Knöpfe und Schalthebel, dick wie Eisenbahnschienen. Wunderbar! Man sollte auch besser Gefallen daran finden, denn sehr viel abwechslungsreicher gestalten sich die in Patina getränkten kühlen Szenen in â€×Sputnik“ nicht.

Die Geschichte ist zwar relativ simpel gestrickt, aber spannend umgesetzt und mit zahlreichen gefühlsbetonten Momenten der Protagonisten gewürzt. Dazu eine Hauptdarstellerin, die mir gut gefallen hat und deren Darstellung einer hochempathischen Psychologin überzeugen konnte. â€×Sputnik“ vermag außerdem noch mit einem recht ekligen Creature-Design zu punkten.

Leider geriet der Film aber auch reichlich redselig und dialoglastig. Dies trägt in der unsynchronisierten Originalfassung zwar ganz deutlich zur insgesamt stimmigen Atmosphäre bei, nimmt stellenweise aber auch etwas vom Tempo und der Spannung raus, und zieht den Film vielleicht etwas unnötig in die Länge.

Fazit: Für Freunde des â€×Alien“ Horrors eine nicht ganz uninteressante Spielart des Themas, doch bedarf es heutzutage wohl einfach mehr, um bei Fans des Genres noch Begeisterungsstürme auszulösen.

D.S. * 5.5

Helden und andere Monster

Kaum ein Film im diesjährigen FFF-Programm wurde in jüngster Zeit so sehr gehyped wie SPUTNIK. Und auch, wenn ich mich im Genre wirklich nicht auskenne: Russische Sci-Fi hat einen herausragenden Ruf. Deshalb war ich extrem gespannt auf das Langfilmdebüt von Egor Abramenko - und am Ende leider umso enttäuschter.

Dabei ist der Film alles andere als schlecht. Seinen Vorschusslorbeeren und seiner Vermarktung wird er aber meiner Meinung nach nicht gerecht. Was schon mal damit anfängt, dass er eigentlich mehr Creature Feature als klassische Sci-Fi ist. Sehr geschwätziges Creature Feature. Wir bekommen zu Beginn ca. 2 Minuten im Weltraum geboten, im Verlauf des Films dann gut 15-20 Minuten Monster-Action. Der Rest des Films ist aber fast ausschließlich Dialog.

Das muss ja nun per se nichts Negatives bedeuten, zumal in meinem Kopf â€×russische Sci-Fi“ fest mit â€×philosophische Tiefe“ verknüpft ist. Gilt hier aber leider nicht so ganz, denn es geht zwar ausufernd um existentielle Fragen menschlicher Moral und, erstaunlich Soviet-Ideologie-kritisch, um unterschiedliche Definitionen und Konsequenzen von â€×Heroismus“. Großartige Tiefe wird dabei aber eher selten erreicht, vielmehr fühlt sich das Dialogbuch meist genauso holzschnittartig an wie das Bild der UdSSR 1983, das hier gezeichnet wird. Na, aber immerhin gibt es dazu auch noch vordergründig unpolitisches Gut-und-Böse-Pathos; spannende Auseinandersetzungen der Sorte Macher gegen Sesselpupser und, ja, genau, Moral. Und mehr Moral.

Außerdem: ein Monster. Was an dessen Design nun besonders â€×spektakulär“ sein soll, erschließt sich mir nicht – es erinnerte mich an eine Kreuzung aus einem Gremlin, den STRANGER THINGS-Kreaturen und einer schleimigen Amphibie und zeigte sich nur in ein paar wenigen – allerdings gelungenen – Gore-Einlagen einigermaßen beeindruckend.

Viel unmittelbare Spannung oder Tempo hat das Geschehen ansonsten leider nicht aufzuweisen. Hauptdarstellerin Oksana Akinshina (LILJA 4-EVER) macht ihre Sache zwar gut, der Rest des Casts bleibt aber eher blass. Kameraarbeit und Score sind solide. Und das beschreibt auch den Gesamteindruck ganz gut: Man kann sich SPUTNIK ohne Weiteres ansehen, langweilig wird er trotz der übertriebenen Laufzeit nur selten, den Puls erhöht er allerdings auch nicht merklich öfter. Leider nur 5,5 von 10 Punkten für mich.

glotzte im Harmonie, Frankfurt

18 Bewertungen auf f3a.net

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Bewertungen

Sputnik
  • Score [BETA]: 70
  • f3a.net: 7/10 18
  • IMDb: 6/10
  • Rotten Tomatoes: 88%
  • Metacritic: 61/100
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verf├╝gbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-09-20 09:51

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