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Yakuza Apocalypse: The Great War of the Underworld

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Yakuza Apocalypse: The Great War of the Underworld
aka 極道大戦争
aka Gokudou daisensou

Japan 2015
Regie Takashi Miike

Aus dem offiziellen Programm:
Ganze 98 Regiearbeiten kann der japanische Ausnahmeregisseur Takashi Miike in seinem Werk bereits verzeichnen. Zwischen routinierter Mainstream-Action wie unlängst SHIELD OF STRAW und absurdem Theater wie GOZU ist ihm stets alles zuzutrauen: Samurai-Filme in 3D, ernste Geistergeschichten, überdrehte Comic-Verfilmungen: Wenn man es denken kann, hat Takashi Miike es bereits gedreht. Mit nunmehr 55 Jahren ist Miike zwar im engeren Sinne kein „enfant“ mehr, aber mit Sicherheit immer noch „terrible“.

Kurz vor der runden Hundert seines cineastischen Schaffens wirft er sein gesamtes Werk in die Waagschale und inszeniert mit YAKUZA APOCALYPSE eine Art Best-Of all der Themen und Stile, die Miike seit seinen frühen Tagen als Direct-to-Video-Avantgardist bewegen. Der wild delirierende Regie-Balanceakt ist einerseits ein kompromissloser filmischer Tourette-Anfall und blutrotes Actiongemälde, das einem (buchstäblich!) das Gehirn zum Schmelzen bringt. Andererseits vom Ansatz her aber auch ein ganz klassisches Gangsterfilmszenario mit schlüssiger Handlung.

Kurz vor seinem Tod übergibt ein altehrwürdiger Yakuza-Boss sein Reich an einen jungen Protegé. Der sieht sich danach unzähligen Intrigen ausgesetzt und muss unerbittlich um sein Leben und seinen Status als Yakuza-Erbe kämpfen. So weit, so nachvollziehbar. Aber schon im ersten sensationell blutigen Martial-Arts-Battle wird klar, dass in einem Miike außerhalb dieser Prämisse alles passieren kann. Denn was bisher niemand wusste – das Oberhaupt des Syndikats war ein Vampir und hat neben seinem Reich auch seine Kräfte und schicksalhaften Eigenschaften an den Zögling Kageyama weitergegeben. Natürlich im allerletzten Atemzug…

Takashi Miike nimmt diese Genre-Verknüpfung als selbst ausgesprochene Einladung zum Abfeiern! Es fehlen die passenden Worte um diesen Ausbruch ungezügelter Fantasie adäquat zu beschreiben. Die überbordende Künstlichkeit dieser Irrfahrt von einem Film ist wohl das genaue Gegenteil der Dogma-Bewegung. Und kann man Besseres über einen Kinofilm sagen? Man muss dieses Bombardement mit Unfassbarkeiten schon selber gesehen haben, um es glauben zu können. Da tauchen etwa übel riechende Fabelgestalten auf, Killer im Puritanergewand geben sich ein Stelldichein und schließlich läutet auch noch eine Art menschengroßer Kermit im Froschkostüm das Ende der Welt ein. Zwischendurch wird in den von THE RAID-Choreographen Yahan Ruhian meisterlich entworfenen Kampfsportszenen gestorben, was das Zeug hält. Kino ohne Grenzen. Takashi Miike macht‘s möglich!
This year’s Director’s Spotlight is devoted to the bold works of Takashi Miike and features his new film YAKUZA APOCALYPSE! Still outrageous, Miike combines Yakuza-action with vampires, a frog monster, knitting grannies and a lot of lunatic characters.
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Filminfos

Director's Spotlight 2015

 
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Bewertungen

Yakuza Apocalypse: The Great War of the Underworld
  • Score [BETA]: 58
  • f3a.net: 5.4/10 48
  • IMDb: 6.0/10
  • Metacritic: 61/100
Bewertungen von IMDb, Rotten, Meta werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2019-12-06 14:55

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