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Kaboom

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Kaboom
Frankreich, USA 2010
Regie Gregg Araki

Aus dem offiziellen Programm:
Kaboom! Das ist die subversive Sprengkraft, die von Gregg Arakis mittlerweile zehntem Film ausgeht und die zugleich seine Rückkehr zu den knalligen, aggressiven und grenzenlos wilden Filmen der „Teen Apocalypse Trilogy“ besiegelt, die er in den 90er-Jahren hervorgebracht hat – TOTALLY F***ED UP, THE DOOM GENERATION, NOWHERE. Im besagten mittleren Teil dieser Trilogie zischt Rose McGowan als grell geschminktes Punk-Goth-Girl gleich zu Beginn „Fuck!“ in Richtung Kamera. Danach bricht die Hölle los mit einer Palette von Sex und Gewalt – das Verderben als Kunstform. KABOOM ist sozusagen das Geschwister im Geiste: eine furios komische Mischung aus in quietschbunte Farben getauchter Endzeit- Vision und sexuell aufgeladenem California-Teeny-Streifen, in dem sich das Ende der Welt als der ultimative aller Orgasmen entpuppt. Und Höhepunkte gibt es einige in Arakis Film, der seine Darsteller für den frigiden Geschmack amerikanischer Sittenwächter mal wieder unvorstellbare Dinge tun und sagen lässt. Warum auch nicht? Alle Akteure sehen superscharf aus (und sind auch scharf aufeinander), schmeißen Drogen und hauen sich im Minutentakt coole Sprüche um die Ohren. Wenn zum Beispiel Smith, der betont bisexuelle Held der Geschichte (gespielt von Thomas Dekker mit ewig verwundertem Gesichtsausdruck, als sei er bei einer von Ken Russell inszenierten Orgie zwischen Jared Leto und dem Cast von GOSSIP GIRL gezeugt worden), plötzlich mit einer albernen, pseudo-existenzialistischen Baskenmütze aufkreuzt, was seine beste Freundin Stella (Haley Bennett – heiß!!!) mit einem staubtrockenen „Sind wir in Paris?“ quittiert. Kaboom. Wer sich all die treffsicher ausgespuckten One-liner merken könnte, hätte unterhaltungstechnisch echt ausgesorgt …

Aber es geht überdies um diverse Absurditäten wie religiöse Verschwörungen oder geheime Pläne, den Untergang der Menschheit herbeizuführen – als hätte sich die Manson-Family bei Scientology eingeschleust. Da setzt KABOOM dann auf einmal zum Helter Skelter an, da macht sich in dem entspannten Jeder-mit-jedem-Woodstock auf einmal ein Altamont-Vibe breit, der zunehmend alles Licht aus dem Film saugt. „It’s nuttier than squirrel shit“, kommentiert eine der Hauptfiguren das irre Treiben. Auch durchgeknallter als DONNIE DARKO, über den sich Araki mit ein paar strategisch platzierten Hasen lustig zu machen scheint. Unser Fazit: KABOOM ist der perfekte Partyfilm „for the end of the world as we know it“ – oder eben fürs Fantasy Filmfest …
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Filminfos

Director's Spotlight 2010

 
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Bewertungen

Kaboom
  • Score [BETA]: 72
  • f3a.net: 6.9/10 51
  • IMDb: 7.4/10
Bewertungen von IMDb werden zuletzt vor dem Festival aktualisiert, falls verfügbar!
© Fantasy FilmFest Archiv 2020-07-15 07:52

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